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Ricklingen So spektakulär waren die Dog Days
Hannover Aus den Stadtteilen Ricklingen So spektakulär waren die Dog Days
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00:15 23.07.2016
Christine und Vanessa Matthies sind Vize-DogFrisbee-Europameister in den Disziplinen Weitwurf und Freestyle. Hier mit Hündin Ivey. Quelle: Moers
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Hannover

Christine Eckhold ist Europameisterin. Hunde-Frisbee heißt die Sportart, für die sie und ihr Jack Russel Terrier Tobi brennen. Bei den Dog Days wollen sie ihr Talent den Zuschauern demonstrieren und für ihren Sport werben. Eigentlich sind die beiden auch ein super Team, nur heute Nachmittag hat Tobi anderes im Sinn. Während sie auf der Showfläche mit der neongelben Plastikscheibe wedelt, beschnuppert Tobi lieber aufgeregt die Arena. „Aus diesem Grund haben läufige Hündinnen bei so einer Veranstaltung nichts zu suchen“, kommentiert die Moderatorin die erotische Ablenkung hörbar verärgert. Endlich besinnt sich Tobi doch auf den Sport und es geht los. Nach kurzen Aufwärmwürfen geht das Team in die Vollen. Frauchen wirft sich auf den Boden und baut mit ihrem Oberkörper ein Katapult. Die Scheibe fliegt und der Jack Russel springt über seine Partnerin hinweg, hoch in die Luft, um sich das Fluggerät zu schnappen. Großer Applaus. Das ist Dog-Frisbee, ein Trend-sport für Mensch und Tier, natürlich importiert aus den USA.

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Havaneser Dame Hakuna-Matata-Haiduro-Coeur de Masai ist bereit für den Schönheitswettbewerb.

"Einmal in der Woche bürsten reicht aus"

Die beiden bärtigen Collies Rasmus und Keeran haben es gar nicht nötig, mit solchen Kunststückchen die Menschen zu beeindrucken. Die beiden Wollknäule sind auch so eine beeindruckende Erscheinung. „Einmal in der Woche bürsten reicht aus und sie haben einen Hund, mit dem man sich sehen lassen kann“, erklärt die Vertreterin des Clubs für britische Hütehunde interessierten Besuchern. Rasmus und Keeran sehen allerdings aus, als ob sie niemals ohne Bürste Gassi gehen. Besitzerin Susanne Löscher kann ihre beiden Lieblinge nur voneinander unterscheiden, wenn sie ihnen tief ins Gesicht sieht; der Rest des Hundes verschwindet unter dem üppigen Fell. „Rasmus ist mein Odysseus, ein Weltenentdecker. Keeran ist eher ein ruhiges Gemüt“, verrät die Hunde-Liebhaberin. Als auch die anderen Hunde des Clubs zusammen die Gasse mit den Verkaufs- und Infoständen entlang flanieren, sind nur noch Haare zu sehen.

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Vom 16. bis 17. Juli fanden auf der Freifläche vor dem Stadion die "Dog Days" statt. 

"Haarentfernung gehört zur Hundehaltung"

Das freut wiederum die beiden Staubsaugervertreter, die eifrig beraten, weshalb ihre Haarentferner die besten sind. „Haarentfernung gehört eben auch zur Hundehaltung. Wir wollen von allem etwas bieten“, erklärt Dog-Days-Organisator Mario Giovelli. Das Konzept geht auf. Nach der Premiere 2015 kamen in diesem Jahr bereits mehr Besucher. Anders als bei den Tiermessen in Messehallen kommt bei den Hundstagen eine beinahe familiäre Atmosphäre auf. Angenehm ist auch das ausgeglichene Angebot an Ständen, bei dem auch kleinere Anbieter exklusiver Hunde-Couture, exotischer Futtersorten und Tierschutzorganisationen vertreten sind. Und ein Hersteller von trendig gestalteten Kotbeutel-Behältern („Pooplino“) verteilt am Einlass seine Visitenkarten, in die jeweils ein Probekotbeutel eingeklebt ist.

Schönheitswettbewerbe dürfen nicht fehlen

Noch aufgeregter als Jack Russel Tobi sind heute Nachmittag Oliver Rose und sein Havaneser Pyniu. Die beiden sind extra aus der Wedemark gekommen, um an dem Schönheitswettbewerb des ersten Deutschen Havaneservereins teilzunehmen. „So ein Titel ist wichtig für die Ahnentafel“, weiß die Vorsitzende Diana Schädel. In mehreren Runden wird Pyniu anschließend nach Rassestandards begutachtet. Für eine Schärpe reicht es leider nicht. Als Mischling hat der Tierheimhund keine Chance, in die Endausscheidung zu kommen. Herrchen Rose ist dennoch zufrieden. „Man erfährt ja auch, ob vielleicht etwas nicht stimmt“, sagt er. Wie die meisten Besucher genießt er die Dog Days am Ende doch am meisten wegen der vielen Begegnungen mit anderen Hundebesitzern und deren Tieren. Im nächsten Jahr werden er und Pyniu sicher wiederkommen.

Von Mario Moers

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