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Vor dem B3-Bau ist nach dem B3-Bau

Ricklingen Vor dem B3-Bau ist nach dem B3-Bau

Auf Ricklingens größter Baustelle – der Göttinger Chaussee – ist wieder ein bisschen mehr Ordnung eingekehrt. Verkehrsteilnehmer dürfen wieder die vertraute Route zur Bundesstraße 3 nehmen. Unterdessen plant die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSV) die nächsten Bauabschnitte für die neue B3-Umgehung für Hemmingen.

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Die Stadt ist ist mit dem Bau In der Rehre fertig, jetzt macht sich die Stadt bereit.

Quelle: Schwarzenberger

Ricklingen. Auf Ricklingens größter Baustelle - der Göttinger Chaussee - ist wieder ein bisschen mehr Ordnung eingekehrt. Nach der neuen Verbindung zur Bundesstraße 3 ist jetzt auch die neue Einmündung der Straße In der Rehre endlich offen. Zwei Monate länger als geplant war die Straße für den Verkehr voll gesperrt. Seit ein paar Tagen dürfen Fahrzeuge und Radfahrer die vertraute Route nehmen. Der wieder fließende Kraftverkehr geht auch durch Wettbergen. Dort war zuletzt beides zu spüren: Erleichterung wegen der durch die Sperrung verursachte Ruhe, aber auch Ärger wegen der umständlichen Umleitungen. Unterdessen plant die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSV) die nächsten Bauabschnitte für die neue B3-Umgehung für Hemmingen.

Die Idee klang nicht sonderlich kompliziert: Um Raum für wichtige Brückenbauwerke zu schaffen, wollte das Land ein Teilstück der Straße In der Rehre nach Norden verlegen, einfach näher an die Südgrenze des Ricklinger Stadtfriedhofs. Probebohrungen im Untergrund hatten zuvor wenig Probleme angezeigt. In der Praxis kam es dann doch anders, als die Baufirmen die neue Trasse anlegten. „Es gab Belastungen im Boden, die zuvor nicht erkennbar waren“, sagte NLSV-Bereichsleiter Friedhelm Fischer. Altlasten, irgendwann vor Jahrzehnten in den Untergrund gelangt, mussten entsorgt werden. Überprüfungen, die Wahl der Deponie und die Konzeptionierung des Abtransports - all das habe einige Wochen gedauert, sagte Fischer. Auch eine Leitung sei ausgegraben wurde, die kein Planer auf dem Zettel hatte. Sie musste verlegt werden. Bis auf Restarbeiten ist das Land nun fertig mit ihrem In-der-Rehre-Projekt.

Für die Wettberger bedeutete das Kappen der Ausweichroute zwischen Hamelner und Göttinger Chaussee eine Atempause, während der kein ortsfremder Durchgangsverkehr mehr das Dorfzentrum belastete. Das sei schon eine Erleichterung gewesen, berichtete CDU-Bezirksratsherr Frank Kumm, der im Ortskern ein Feinkostgeschäft betreibt. „Diese Pendler kaufen sowieso kaum bei uns in der Ladenzeile ein“, sagte er. Den Schleichverkehr habe niemand vermisst. „Aber viele Wettberger hatten über Monate das Gefühl, abgeschnitten zu sein.“ Derzeit ist noch der nördliche Teil der Göttinger Chaussee wegen der Umgestaltung durch die Stadt gesperrt. Wettberger, die deshalb die neue Querspange zur B3 in Höhe des Mühlenholzweges nutzen wollen, mussten monatelang über die Oberricklinger Straße Am Grünen Hagen ausweichen. Die Anliegerstraße ist schmal, von parkenden Autos zusätzlich verengt und konnte den Verkehrsstrom kaum aufnehmen - eine Tortur für Anwohner wie Kraftfahrer.

 „Der Verkehr muss schon fließen können“

Der Wettberger Kumm hofft, dass beim nächsten anstehenden Straßenbauprojekt keine Vollsperrung nötig ist. „Der Verkehr muss schon fließen können.“ Wieder ist die Trasse In der Rehre dran; die Stadt will den Bereich zwischen Bergfeldstraße und Auf dem Grethel sanieren. Den Plan will die Verwaltung in der zweiten Jahreshälfte vorstellen. SPD und CDU pochen darauf, dass die Stadt genügend sichere Straßenüberquerungen für Radfahrer und Fußgänger einplant. Sicher ist schon jetzt, dass in Höhe Bergfeldstraße eine neue Ampelanlage gebaut wird. Wann die Bauarbeiten starten, steht noch nicht fest.

In Höhe der Kreuzung In der Rehre ist Schluss: Das südlichste Teilstück der Göttinger Chaussee ist für Autofahrer, Radfahrer und Passanten gesperrt. Stattdessen beginnt auf dem kurzen Stück zwischen der Kreuzung und der Ihme ein spannender Bauabschnitt für die neue B3. Noch im Sommer startet das Land mit dem Bau der neuen Brücke über die Göttinger Chaussee. Über sie wird die neue B3 führen. Ein paar Meter weiter südlich folgt voraussichtlich im Oktober die zweite Brücke - sie ersetzt das alte, schmale Bauwerk über die Ihme. Das neue Bauwerk wird breiter und bietet Platz für die neue Stadtbahntrasse von Ricklingen nach Hemmingen. Ab Sommer 2017 folgt der Bau der neuen B3-Trasse.

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Ricklingen in Zahlen
  • Stadtbezirk : Ricklingen, 9. Stadtbezirk von Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 43.422
  • Einwohner je Stadtteil: Bornum (1.363), Mühlenberg (6.582), Oberricklingen (10.327), Ricklingen (12.685) und Wettbergen (12.465)
  • Bevölkerungsdichte : 2.948 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30453, 30457, 30459
  • Markantes aus der Geschichte: Im alten bäuerlichen Dorfkern liegt die Edelhofkapelle aus dem 14. Jahrhundert mit Glasmalereien von Charles Crodel (1960). Im Dreißigjährigen Krieg lagerte Tilly im Wrampenhof an der Düsternstraße. Das Dorf Ricklingen wurde 1913 in die damalige Stadt Linden und mit dieser 1920 in die Stadt Hannover eingemeindet.
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