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Wirt Harald Nolte darf Waldschlösschen sanieren

Hotel und Gaststätte Wirt Harald Nolte darf Waldschlösschen sanieren

Die Stadt gibt nach: Eigentümer Harald Nolte darf das Waldschlösschen als Hotel und Gaststätte betreiben. Die Sanierung kann also weitergehen. Im nächsten Sommer soll Saisoneröffnung im Waldschlösschen sein.

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Investor Harald Nolte hat vor Gericht Recht bekommen: Er das Waldschlösschen betreiben. Die Wiedereröffnung ist dann für den nächsten Sommer geplant.

Quelle: Foto: Schwarzenberger

Ricklingen. Seit über einem Jahr haben die Sanierungsarbeiten im Ricklinger Waldschlösschen weitgehend geruht - der Wettberger Investor Harald Nolte lag mit der Stadtverwaltung in Streit. Der mündete in einem Klageverfahren um die Frage, ob die alte Genehmigung für einen Gaststättenbetrieb überhaupt noch Bestand hat. Ja, sagten Nolte und seine Anwälte immer wieder. Nein, behauptete die Stadt. Es gab Bußgeldbescheide, Protestaushänge am einstigen Hotelrestaurant und Unterschriftenlisten von Nolte-Unterstützern. Der Wettberger Unternehmer bekam nun recht: Das Waldschlösschen darf „im Rahmen der erteilten Genehmigung betrieben werden“, schrieb die Stadtverwaltung jetzt. Nolte darf sanieren.

Der Bestandsschutz sei ausgiebig geprüft worden, sagte Stadtsprecher Alexis Demos - also die etliche Jahrzehnte alte Genehmigung für Restaurant, Tanzsaal und Hotelbetrieb. Ein regelrechtes Hotel mit vielen Zimmern darf Nolte auch jetzt nicht betreiben. Dafür wäre aus Sicht der Stadt ein größerer Umbau nötig; und den darf Nolte nicht vornehmen. Aber das Haus im vorhandenen Bestand modernisieren - das geht jetzt doch. Damit kann der Investor einige Zimmer für Schlafgäste herrichten. „Also eher Pensionsbetrieb als Hotel“, sagte Demos. Noltes Konzept sieht eine Kombination aus Gaststätte und kleinem Hostel für junge Gäste vor. „Ich wollte immer beides“, sagte er dem Stadt-Anzeiger. Nur Gaststätte hätte ihm nicht gereicht; für die wirtschaftliche Auslastung sollen beide Standbeine her. Rund 300 Plätze plant Nolte im Restaurant- und Saalbereich ein. Die Zimmer in den oberen Etagen lässt er nun endgültig herrichten.

Nolte will sich nicht lange damit aufhalten, das Ergebnis des Klageverfahrens zu feiern. Er sammelt die Handwerksbetriebe um sich, die er vor dem Streit mit der Stadt schon ausgesucht hat. „Gar nicht so einfach“, sagte er. In gut einer Woche kommt der Dachdecker, die Stühle sind bestellt, eine gebrauchte Kücheneinrichtung wird besorgt. Auch der Stukkateur ist angemeldet. Bis zu einem Dreivierteljahr sollen die Sanierungsarbeiten noch andauern. Im nächsten Sommer wäre dann die erste Saisoneröffnung im Waldschlösschen.

„Wir haben in vollem Umfang recht bekommen“, freute sich Nolte. Die Baugenehmigung sei nie erloschen. Die Stadt sah das anders, weil das Waldschlösschen lange Zeit weitgehend leer stand und zusehends verfiel. Dass Nolte auf einen Umbau verzichtet und die Revitalisierung lediglich durch Sanierungsarbeiten im Bestand erreichen will, stieß bei Behörden, aber auch im Bezirksrat Ricklingen weitgehend auf Skepsis. Nun scheint es so, als hätte der Investor tatsächlich recht. Ob sein Konzept auch aufgeht, muss Nolte im nächsten Jahr aber noch beweisen. In Ricklingen haben ihm viele Bewohner die Daumen gedrückt.

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Ricklingen in Zahlen
  • Stadtbezirk : Ricklingen, 9. Stadtbezirk von Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 43.422
  • Einwohner je Stadtteil: Bornum (1.363), Mühlenberg (6.582), Oberricklingen (10.327), Ricklingen (12.685) und Wettbergen (12.465)
  • Bevölkerungsdichte : 2.948 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30453, 30457, 30459
  • Markantes aus der Geschichte: Im alten bäuerlichen Dorfkern liegt die Edelhofkapelle aus dem 14. Jahrhundert mit Glasmalereien von Charles Crodel (1960). Im Dreißigjährigen Krieg lagerte Tilly im Wrampenhof an der Düsternstraße. Das Dorf Ricklingen wurde 1913 in die damalige Stadt Linden und mit dieser 1920 in die Stadt Hannover eingemeindet.
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