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Sahlkamp Anwohner wünschen sich mehr Sicherheit im Stadtteil
Hannover Aus den Stadtteilen Sahlkamp Anwohner wünschen sich mehr Sicherheit im Stadtteil
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00:15 17.04.2017
Wenn es nach dem Willen der Bürger geht, ist Holger Heinze, Leiter der Wache Sahlkamp/Vahrenheide, künftig länger im Stadtteil präsent. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Etwa 100 Anwohner sind zum Bürgerforum gekommen. Die Stuhlreihen waren somit gut gefüllt und Gesprächsbedarf gab es genügend: Die letzte Einwohnerversammlung mit einem Oberbürgermeister fand vor knapp acht Jahren statt.

Bevor die Bürger ihre Fragen an den OB und die Vertreter der verschiedenen Fachbereiche der Verwaltung loswerden können, redet jedoch erst einmal der Oberbürgermeister. Schostok hält eine knapp anderthalbstündige Ansprache, beleuchtet die Entwicklungen im Stadtteil, referiert über die Zufriedenheit der Bürger und Bürgerinnen und gibt einen kurzen Ausblick in die Zukunft. Für Hannovers zweitgrößten Bezirk plant die Stadt insbesondere im Bereich Bildung, Barrierefreiheit und bezahlbares Wohnen eine Offensive.

Die Menschen in Bothfeld-Vahrenheide sind laut Statistik übrigens überdurchschnittlich zufrieden mit Hannover und leicht unter dem stadtweiten Zufriedenheitswert, was den eigenen Stadtteil betrifft. Während die Menschen in Bothfeld und Isernhagen-Süd sich in ihrem Viertel wohlfühlen, gibt es laut dem Oberbürgermeister im Sahlkamp und in Vahrenheide noch immer Nachholbedarf.

Anfragen aus Sahlkamp und Vahrenheide

Das zeigt sich auch in der anschließenden Bürgerstunde: Die meisten Anfragen kommen aus den letzten beiden Bezirken, es geht viel um das Sicherheitsgefühl der Bewohner im Viertel. Eine Frau ärgert sich über den Vandalismus an Bahnhaltestellen, ihre Nachbarin erzählt, wie Jugendliche auf einer Bank vor ihrem Haus Alkohol trinken und feiern und dass sie sich deswegen teilweise nicht mehr aus dem Haus traut, ein anderer Bürger würde sich durch mehr Beleuchtung im Stadtteil sicherer fühlen und wünscht sich, dass die Polizeiwache Sahlkamp/Vahrenheide länger besetzt bleibt. Dass die Polizisten um 18 Uhr Feierabend machen würden, setze ein falsches Zeichen, „für manche ist das wie eine Einladung“, sagt der Anwohner. Die Verwaltung hört zu, kommentiert, verspricht Besserung und notiert sich Namen und Adresse, wo sie ad hoc keine Antwort auf die Anliegen der Bürger weiß.

Zwei Elternvertreterinnen aus Schulen des Bezirks sind gekommen, der OB und die Verwaltung können ihre Sorgen entkräften. Gegen Ende des Dialogs bemängelt ein Anwohner die Zusammensetzung des Publikums an diesem Abend, man habe einen recht hohen Ausländeranteil und viele Jugendliche im Bezirk, warum schaffe man es nicht, diese zu einem solchen Abend heranzuholen und ihre Interessen kennenzulernen. Schostok stimmt zu, redet von zielgruppengerechter Ansprache. „Vielleicht versuchen wir es nächstes Mal neben Twitter auch mit einer Ankündigung auf Facebook“, sagt der Oberbürgermeister und nimmt damit den nächsten Einwohnerdialog ins Visier. Die Bürger scheinen also nicht wieder acht Jahre warten zu müssen.

Von Nadine Wolter

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