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Sahlkamp Beliebtes Märchenfestival findet zum letzten Mal statt
Hannover Aus den Stadtteilen Sahlkamp Beliebtes Märchenfestival findet zum letzten Mal statt
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08:30 21.09.2017
Beim Märchenfest kann die sechsjährige Dana lernen, wie ein Schmied zu arbeiten. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Dornröschen, Rumpelstilzchen oder auch das tapfere Schneiderlein - all diese beliebten Märchenfiguren konnten die etwa 4500 Besucher an einer der acht Spielstätten rund um den im Herzen des Stadtteils gelegenen Märchensee treffen. Die unterschiedlichen Stücke wurden dabei mehrheitlich von lokalen Akteuren vorgeführt, zum Beispiel von Schülern der IGS Vahrenheide oder des Theaters im Sahlkamp. Die Besucher, die das liebevoll gestaltete Gelände bei zumindest bis zum späten Sonntagnachmittag prächtigem Wetter bevölkerten, wussten diesen Einsatz zu würdigen: Überall brandete immer wieder Szenenapplaus auf.

Schneewittchen im Sattel

Besonderer Beliebtheit erfreute sich dabei das von der Lister Ponyschule sowie dem Stadtteilbauernhof Sahlkamp aufgeführte Theaterstück von Schneewittchen und den sieben Zwergen, die über weite Strecken der Vorführung im Sattel unterwegs waren. Nachdem die schöne Titelheldin die Mordversuche der bösen Königin überstanden und ihren Traumprinzen geheiratet hatte, zeigten sich alle zufrieden: „Ein tolles Stück, gerade mit den Reitelementen“, waren sich die Zaungäste einig.

Die anschließende Ehrenrunde hatten sich alle Darsteller verdient. Auch die Schauspielerin, die die böse Königin mimte - musste sie sich doch während der Vorführung den einen oder anderen anderen Zuruf der jungen Zuschauer gefallen lassen („Du fiese Hexe“).

"Aufhören, wenn es am schönsten ist"

Weitere Höhepunkte waren die Walking Acts, etwa sartyrenhafte Stelzenläufer, die Akrobaten der Zirkusschule Sahlino und der listige, zum Erschrecken aufgelegte weiße Drache. Im mittelalterlichen Dorf waren zeitgenössischen Musikklänge zu hören, dazu backten die Besucher Stockbrot oder versuchten sich im Axtwurf und Bogenschießen. Außerdem gab es orientalischen Bauchtanz zu sehen, Kinder konnten sich im Elfenwald schminken lassen und es gab allerlei herzhafte und süße Speisen.

Wiederkehren wird das erstmals 2008 und seitdem im Dreijahresrhythmus veranstaltete Märchenfestival jedoch nicht. „Das Thema ist ein wenig durch, es wird Zeit für etwas Neues“, sagt Veranstalter Hajo Arnds. Man solle schließlich „aufhören, wenn es am schönsten ist“, zog der Geschäftsführer des Stadtteiltreffs ein positives Gesamtfazit. „Der Sahlkamp kann noch weitaus mehr als Märchen.“

Von Marius Klingemann

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