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Sahlkamp Deutsche Wohnen setzt ein Zeichen
Hannover Aus den Stadtteilen Sahlkamp Deutsche Wohnen setzt ein Zeichen
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02:15 18.12.2015
Das größte Hochhaus im Sahlkamp hat für 500 000 Euro neue Balkone erhalten. Der Unterschied zwischen neu (links) und alt (rechts) ist deutlich zu erkennen.Fotos: Link (5)/privat
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Sahlkamp

Die Deutsche Wohnen hat in den vergangenen Tagen die erste Modernisierungsmaßnahme beendet. Für die Renovierung von 55 Balkonen im größten Hochhaus des Viertels an der Elmstraße 17 und der Schwarzwaldstraße 39 hat das Berliner Immobilienunternehmen rund eine halbe Million Euro ausgegeben. „Wir setzen damit ein Zeichen, dass wir uns langfristig in Hannover engagieren möchten und in dieses Quartier investieren werden“, sagt Geschäftsführer Stefan Degen. Die Deutsche Wohnen ist der größte Einzeleigentümer im Sanierungsgebiet. Ihr gehören rund 800 von insgesamt 2100 Wohnungen in Sahlkamp-Mitte. Sie hatte die Häuser 2012 aufgekauft.

Das börsennotierte Unternehmen hatte sich allerdings lange geziert, bevor es bereit war, sich an der Stadtteilsanierung zu beteiligen. Stadtbaurat Uwe Bodemann und seine Mitarbeiter mussten erhebliche Überzeugungsarbeit leisten, um den Hochhaus-Eigentümer ins Boot zu holen. Letztlich konnten die Berliner erst in diesem Jahr durch einen Modernisierungsvertrag überzeugt werden, der die Investition von 4 Millionen Euro in die Immobilien der Deutschen Wohnen vorsieht. Die Hälfte der Summe wird vom Unternehmen eingebracht, die andere Hälfte wird durch Programme der Städtebauförderung finanziert.

Die Balkonsanierung gehört allerdings nicht zum Modernisierungsvertrag. Sie ist eine freiwillige Leistung des Eigentümers, deren Kosten allein von der Deutschen Wohnen getragen wurden. „Die Sanierung war aufgrund der schlechten baulichen Substanz notwendig geworden“, sagt Unternehmenssprecher Marko Rosteck, „im Einzelnen wurden die Balkonwände gereinigt, betonsaniert und mit einem Farbanstrich versehen.“ Außerdem erneuerten die Handwerker die Balkonbrüstungen und Böden. Alte Taubennetze wurden durch neue ersetzt und die Fluchtbalkone erhielten zusätzliche Sicherheitsnetze.

„Die helle und freundliche Farbgebung der Balkone weist bereits auf die weitere Gestaltung bei der Aufwertung des Quartiers hin“, sagt Rosteck. Im Frühjahr 2016 soll die 4 Millionen Euro teure Sanierung der Hochhäuser Spessartweg 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15 und 17 beginnen. Dabei handelt es sich um die Gebäude südöstlich gegenüber dem Nadu-Kinderhaus.

Laut einem Modernisierungsgutachten, das in diesem Sommer vorgestellt wurde, ist der gesamte Gebäudebestand der Deutschen Wohnen stark sanierungsbedürftig - zunächst wird aber nur ein Teil davon saniert. „Vor allem die Gebäudehülle erfüllt nicht den Mindestwärmeschutz, was zu hohen CO2-Emmissionen und hohen Nebenkosten für die Mieter führt“, berichtet der Unternehmenssprecher. Um den Energieverbrauch zu reduzieren, sollen auch die Fenster erneuert und die Kellerdecken mit einer zeitgemäßen Dämmung versehen werden. „Bislang ist hier gar keine oder nur eine unzureichende Dämmung vorhanden“, sagt Rosteck.

Die energetische Sanierung wird mit einer Verschönerung der Hausfassaden einhergehen. Nachdem die vorherigen Eigentümer sich nicht um die Häuser kümmerten, will das Unternehmen den Rost, den Schmutz und die Schäden an Fassaden, Hauseingängen und Treppenhäusern entfernen. Von der Sanierung sind 113 Wohnungen betroffen - allerdings nur im Außenbereich. Wann der jahrzehntelange Sanierungsstau in den Wohnbereichen behoben wird, ist noch offen. Von Christian Link

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