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Sahlkamp Ein Möbelhaus mitten im Sahlkamp
Hannover Aus den Stadtteilen Sahlkamp Ein Möbelhaus mitten im Sahlkamp
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02:15 05.03.2016
Großer Andrang bei der Eröffnung: Bürgermeister Thomas Hermann zerschneidet das rote Band gemeinsam mit dem WTM-Vorsitzenden Michael Kranz, dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister Lutz-Rainer Hölscher und der Bundestagsabgeordneten Kerstin Tack.Fotos: Moers (2)
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Sahlkamp

Das nunmehr vierte Sozialkaufhaus des Vereins „Werkstatt-Treff-Mecklenheide“ (WTM) bietet auf rund 300 Quadratmetern täglich neue Ware in den ehemaligen Räumen der Sparkasse Hägewiesen. Die Ansiedlung des Sozialkaufhauses in der Hochhaussiedlung ist ein Achtungserfolg im langwierigen Sanierungsprozess.

„Wer hätte gedacht, dass wir hier einmal ein Möbelhaus hinbekommen“, begrüßte Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg den alternativen Laden inmitten der Hochhäuser. Das symbolische Durchschneiden des roten Bandes am Eingang überließ er seinem Vertreter Lutz-Rainer Hölscher. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Hermann, der SPD-Bundestagsabgeordneten Kerstin Tack und dem WTM-Vorsitzenden Michael Kranz gab Hölscher die rund 300 Quadratmeter Verkaufsfläche frei. „Wir spezialisieren uns hier am Standort auf gut erhaltene Inneneinrichtung und Wohnaccessoires“, erklärte WTM-Geschäftsführerin Astrid Schubert das Konzept. Gleich mehrere Besucher inspizierten etwa eine blaue Sofa-Garnitur aus Kunstleder für 250 Euro. Zusammen mit dem daneben aufgebauten massiven Wohnzimmerschrank für 130 Euro, dem Glastisch (65 Euro) und einer Steh-lampe (20 Euro) ließe sich mit den Gebrauchtmöbeln eine gesamte Wohnung einrichten, für den Bruchteil des Neupreises.

Dazu gibt es Haushaltsgeräte, Elektronik, Deko-Artikel und Spielsachen. „Das Warenangebot ändert sich täglich, wir bekommen so viele Spenden, dass wir theoretisch noch einen weiteren Laden aufmachen könnten“, so Schubert. Aus Rücksicht auf den benachbarten Nachbarschaftsladen „NaDiLa“ hat der Stöber-Treff, anders als etwa in Stöcken oder Hainholz, keine Kleidung im Programm. Die auffällig liebevoll umgesetzte Einrichtung übernehmen künftig bis zu 20 Mitarbeiter des WTM. Der Verein beschäftigt überwiegend Langzeitarbeitslose, die auf diesem Weg eine neue berufliche und persönliche Perspektive gewinnen können.

„Wir sind hier genau richtig“, zeigte sich Michael Kranz, der Vorsitzende des WTM, hochzufrieden mit der guten Resonanz zur Eröffnung. Dass der Verein als Standort für sein viertes Sozialkaufhaus den Sahlkamp wählte, ist dem Bemühen des städtischen Gewerbemanagements zu verdanken. Im Rahmen eines Förderprogramms für lokale Wirtschaft „BIWAQ III“ gab es bereits seit längerer Zeit Bemühungen, den Leerstand in der ehemaligen Sparkassen-Filiale zu beseitigen. „Wir haben dann den Kontakt zur Deutschen Wohnen und dem Werkstatt-Treff aufgenommen und beides zusammengebracht“, erklärt der freiberufliche Stadtplaner Wolfgang Jarnot. Dabei habe die im Sahlkamp höchst umstrittene Immobilienfirma dem Projekt beachtenswerte Zugeständnisse bei der Ladenmiete gemacht. „Die Deutsche Wohnen hat nicht den besten Ruf. Aber hier hat sie sich sehr generös gezeigt“, bemerkte auch Bürgermeister Thomas Hermann in seinem Grußwort. Die Bundestagsabgeordnete Kerstin Tack verwies auf die zahlreichen bereits vorhandenen sozialen Einrichtungen und Angebote in der Hägewiesen-Passage. Unmittelbar neben dem Stöber-Treff gibt es den Nachbarschaftsladen, den Pro-Beruf-Bildungsladen, das Projekt Wohnzufriedenheit und die Kita Hägewiesen. „Mit diesem Angebot wird ein Bild komplettiert“, so Tack. Von Mario Moers

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