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Freikirche baut sich ein Bethaus

In Eigenregie Freikirche baut sich ein Bethaus

Ein neues Bethaus entsteht seit März an der Hackethalstraße: In ­Eigenregie errichtet dort die freikirchliche-evangelische Christengemeinde ein neues Gemeindezentrum. Die Gesamtinvestition liegt bei 2,2 Millionen Euro - doch die meisten Arbeiten übernehmen die Gemeindemitglieder selbst.

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Plan und Wirklichkeit: Passanten können den Fortschritt der Bauarbeiten mit dem Bauschild vergleichen.

Quelle: Bismark

Hannover. Bauleiter David Dückmann spricht deshalb eher von 1,5 Millionen Euro für Baumaterialien, die die Gemeinde ausgibt. Ob Bodenplatte oder Verklinkerung der Fassade, ob Dachdämmung oder Fliesenarbeiten, ob Fenstereinbau oder Fußbodengestaltung: „Wir erledigen alle Arbeiten allein“, sagt Dückmann, der im Hauptberuf ebenfalls als Bauleiter an einer Hochschule arbeitet. Er koordiniert die Bauarbeiten, die im März begonnen haben, hält den Kontakt zum Architekten und zu Firmen, die beispielsweise bei Elektroinstallationen die Arbeiten abnehmen.

Gemeinde erfüllt sich einen Traum

Mit dem Bau des Bethauses erfülle sich die Gemeinde einen seit zehn Jahren währenden Traum, sagt Gemeindeleiter Andreas Görzen. Seinen Angaben zufolge gründeten 16 Christen vor zwölf Jahren die Gemeinde, die sich seitdem in der Epiphaniaskirche im Sahlkamp trifft. Dort leben auch viele der inzwischen 117 Gemeindemitglieder. „Jahrelang haben wir für den Bau gespart“, sagt Görzen. Dann bot sich die Chance, das Grundstück an der Hackethalstraße zu kaufen. „Die Stadt Langenhagen hat auch bestätigt, dass wir dort das Bethaus bauen können“, sagt Dückmann.

Arbeiten nach Plan

Im Sommer 2015 kaufte die Gemeinde das Haus, suchte den Architekten, riss alte Gebäude ab und begann dann im März damit, die Bodenplatte zu gießen. Seitdem sind die Mitglieder nach einem festen Plan im Einsatz: Zwei Teams rücken für eine Woche nach der Arbeit und am Sonnabend auf der Baustelle ein, ziehen Wände hoch, verputzen die Fassade oder bereiten momentan die nächste Dachkonstruktion vor. Ein drittes Team hat immer frei - wer, das zeigt ein Plan in einer alten Baracke, die die ehrenamtlichen Bauarbeiter als Treffpunkt und Speiseraum nutzen.

"Bis zu 400 Personen finden Platz"

Im neuen Gebäude lassen sich die künftigen Räume schon jetzt erkennen: Links neben dem Eingang mit einer Lichtkuppel entsteht zu ebener Erde ein Speiseraum, darüber die Wohnung für den Hausmeister, gefolgt von einem Dachgeschoss mit Räumen für die Kinder- und Jugendarbeit. Rechts neben dem Eingang findet sich künftig der Versammlungsraum, an dessen Ende ein gebogener Balkon entsteht. „Bis zu 400 Personen finden im Versammlungsraum Platz“, sagt Görzen und fügt hinzu: „Unser Bethaus steht Menschen aller Religionen offen.“ Veranstaltungen wie Konzerte oder Lesungen indes werde die Gemeinde nicht organisieren (können): „Dann hätten wir ganz andere Anforderungen, zum Beispiel beim Brandschutz, erfüllen müssen, das wäre nicht zu finanzieren gewesen“, sagt Dückmann.

Weihnachts-Gottesdienst im neuen Gebäude

Er wie auch Görzen haben beobachtet, dass das gemeinsame Bauen die Gemeinde noch enger zusammenschweißt. „Wir haben uns damals gegründet, weil uns die großen Gemeinden zu unpersönlich sind“, sagt Görzen. Die engen Beziehungen zahlten sich jetzt aus. Und sie werden sich in den nächsten Monaten sicherlich noch verstärken: Bis Weihnachten soll das Gebäude so hergerichtet sein, dass die Gemeinde ihren ersten Gottesdienst darin feiern kann. Die gesamten Arbeiten aber, schätzt Dückmann, dauern zwei Jahre. „Wenn wir weiterhin so gut im Zeitplan bleiben wie bisher“, schiebt er hinterher.

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Sahlkamp in Zahlen
  • Stadtbezirk : Bothfeld-Vahrenheide, 3. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 47.534
  • Einwohner je Stadtteil: Bothfeld (20.376 Einwohner), Sahlkamp (13.623 Einwohner), Vahrenheide (9.090 Einwohner), Isernhagen-Süd (2.729 Einwohner) und Lahe (1.716 Einwohner) (Stand 2011).
  • Bevölkerungsdichte : 1.549 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30657, 30659
  • Markantes aus der Geschichte: Sahlkamp ist überwiegend geprägt durch in den 1950er und 1960er Jahren errichtete Einfamilienhäuser. Daneben gibt es an den Straßen Hägewiesen und General-Wever-Straße Hochhäuser aus den 1970er Jahren.
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