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Brennpunktschule bekommt mehr Personal für Ganztag

Trotzdem keine Verbesserung Brennpunktschule bekommt mehr Personal für Ganztag

Die Grundschule Hägewiesen bekommt mehr Personal für den Ganztagsbetrieb. Um die schwierige Unterrichtssituation an der Brennpunktschule zu entschärfen, reicht es aber nicht. Die neuen Stellen sind nur eine Reaktion auf die erhöhten Teilnehmerzahlen der Nachmittagsbetreuung seit Schuljahresbeginn.

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Die Grundschule Hägewiesen gilt schon länger als Brennpunktschule und hat viele Schüler, die schlecht Deutsch sprechen.

Quelle: Clemens Heidrich

Sahlkamp. Statt mit acht Stellen à 19,25 Wochenstunden kann die Grundschule Hägewiesen im Sahlkamp laut einem Beschluss des Jugendhilfeausschusses künftig mit elf Stellen mit derselben Stundenzahl rechnen. Allerdings handelt es sich bei der Aufstockung nicht um eine zusätzliche Hilfe für die Brennpunktschule, die schon vor einigen Wochen in einem Brandbrief an Politiker und Behörden Alarm geschlagen hat.

Regulärer Unterricht fast unmöglich

Zu viele Kinder mit Migrationshintergrund, mit wenig oder gar keinen Deutschkenntnissen und Förderbedarf machten dort einen regulären Unterricht weitestgehend unmöglich, hieß es in dem Brief. Der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide hatte daraufhin in seiner Sitzung im August dieses Jahres einstimmig schnelle, unbürokratische Hilfe von Stadt und Land für die Grundschule gefordert. Unter anderem mehr personelle Unterstützung - Lehrer, pädagogische Mitarbeiter und Schulsozialarbeiter - seien dringend nötig. Eine gute Nachricht gibt es: Zum 1. Februar 2018 bekommt die Schule zwei weitere Lehrerstellen zugewiesen, heißt es auf Nachfrage der HAZ vonseiten der Landesschulbehörde.

Mit den neuen Stellen im Ganztag allerdings reagiere die Stadt nur auf die seit Schuljahrsbeginn erhöhten Teilnehmerzahlen in der Nachmittagsbetreuung, kritisierte der jugendpolitische Sprecher der CDU, Lars Pohl, im Jugendhilfeausschuss.

Dabei tut Hilfe nach wie vor dringend not. Von den bislang bewilligten acht Stellen im Ganztag seien lange nur vier überhaupt besetzt gewesen, sagt Sven Diedrich, Elternratsvorsitzender der Grundschule: „Man stelle sich das vor, bei 180 Kindern im Ganztag“. Es sei schwer, überhaupt Erzieher für Teilzeitstellen am Nachmittag zu finden. Jetzt sei aber zumindest in diesem Bereich Land in Sicht. Man habe für die meisten Stellen jemanden gefunden.

Sprachförderung weiterhin schwierig

Große Sorgen dagegen bereitet dem Vater eines Zweitklässlers weiterhin die Sprachförderung. 65 Förderstunden hat die Brennpunktschule in diesem Bereich bewilligt bekommen. Es nutze ihr wenig, denn aufgrund von Personalmangel werde derzeit nur ein Drittel davon gegeben, sagt Diedrich. Politik und Verwaltung kümmerten sich, aber vor allem für den Unterricht komme bislang zu wenig bei der Schule an.

Aufgrund der Bewerberlage habe man die anderen Stellen bislang nicht besetzen können, heißt es vonseiten der Landesschulbehörde. Man sei weiterhin bemüht, geeignetes Personal zu finden. Bei einer zusätzlich bewilligten Stelle für Schulsozialarbeit befindet man sich dagegen jetzt bereits mitten im Stellenbesetzungsverfahren. Wann der neue Schulsozialarbeiter kommt, ist noch offen.

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Sahlkamp in Zahlen
  • Stadtbezirk : Bothfeld-Vahrenheide, 3. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 47.534
  • Einwohner je Stadtteil: Bothfeld (20.376 Einwohner), Sahlkamp (13.623 Einwohner), Vahrenheide (9.090 Einwohner), Isernhagen-Süd (2.729 Einwohner) und Lahe (1.716 Einwohner) (Stand 2011).
  • Bevölkerungsdichte : 1.549 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30657, 30659
  • Markantes aus der Geschichte: Sahlkamp ist überwiegend geprägt durch in den 1950er und 1960er Jahren errichtete Einfamilienhäuser. Daneben gibt es an den Straßen Hägewiesen und General-Wever-Straße Hochhäuser aus den 1970er Jahren.
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