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Aus den Stadtteilen So sieht die Zukunft des Stadtteilbauernhofs aus
Hannover Aus den Stadtteilen So sieht die Zukunft des Stadtteilbauernhofs aus
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00:15 29.12.2017
Leiterin Angelika Bergmann zeigt die Pläne für die anstehenden Maßnahmen. Quelle: Foto: Franson
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Sahlkamp

 Seit 1999 lernen Kinder zwischen sechs und 17 Jahren auf dem Stadtteilbauernhof im Sahlkamp spielerisch den Umgang mit Tieren, der Natur und der richtigen Ernährung kennen. Nach knapp 18 Jahren möchte sich der Bauernhof nun erneuern. Auf dem etwa einen Hektar großen Grundstück soll in den kommenden Jahren viel passieren. „Eigentlich muss das gesamte Gelände saniert werden“, sagt Leiterin Angelika Bergmann.

Eine Neuheit hat der Bauernhof schon jetzt geschaffen: Abgegrenzt vom Geschehen wartet die Familien-Insel auf Eltern und kleinere Kinder, die auf dem Hauptgelände noch nicht mithelfen dürfen.

Mit vielen Kindern, Eltern, Spenden und Nachbarn hat der Stadtteilbauernhof im Sahlkamp am Freitagnachmittag sein Herbstferst „Feuer und Flamme“ gefeiert – mit vielen tollen Aktionen.

Das Haupthaus, in dem bislang die Kinder und Jugendlichen des Bauernhofs ihre Zeit verbracht haben, soll umgebaut werden und anschließend der neuen Natur-Kita „Die Eselfreunde“ dienen. Die ist momentan noch in einem Bauwagen untergebracht. Da die Einrichtung ab August 2018 ein Ganztagsangebot anbietet und insgesamt 22 Kinder betreut, muss allerdings mehr Platz her. „Wir tauschen dann den Platz mit den Bauernhofkindern“, erklärt Kita-Leiterin Carla Ihle. 

Neben der hofeigenen Kita, hat sich im Haupthaus noch eine weitere Kita eingemietet. „Für deren Zwecke soll der Küchenbereich auch erneuert werden“, sagt Bergmann. Der Umbau des Haupthauses soll etwa 318 000 Euro kosten. 

Eine weitere Küche, die im Sanierungsprogramm enthalten ist, ist die „Outdoor-Küche“ – eine Küche im Freien. Diese ist bislang nur durch einen Pavillon geschützt und mobil. Im Zuge der Sanierung soll sie im Zentrum des Hofs fest installiert und überdacht werden. 

Differenziertes Angebot schaffen

Als weitere Maßnahme soll der Zugang zum Hof und der Vorplatz gepflastert werden. „Die großen schlammigen Regenpfützen erschweren den Weg zum Bauernhof schon sehr“, erklärt Bergmann. 

Wenn all diese Maßnahmen umgesetzt sind, ist sogar noch ein neues Gebäude im Zentrum des Geländes geplant. „Dort möchten wir unsere Werkstätten unterbringen, in denen die Kinder viel basteln und selber gestalten können“, bemerkt die Hofleiterin. 

In den Veränderungen sieht die Bauernhof-Leitung die Chance, ein differenzierteres Angebot für verschiedene Altersgruppen und mehr Platz für die Aktivitäten der Jugendlichen zu schaffen. 

Spendenkampagne gestartet 

Bevor es mit den anstehenden Sanierungen aber losgehen kann, muss die Finanzierung gesichert sein. Eine knappe Millionen Euro sollen die Maßnahmen insgesamt kosten. Etwa die Hälfte der Kosten werden von der Stadt getragen. Für die andere Hälfte sammelt der Stadtteilbauernhof nun fleißig Spenden. 

Die Software AG-Stiftung hat für das Projekt bereits 30 000 Euro gespendet. Wenn der Bauernhof es schafft, innerhalb der nächsten zweieinhalb Jahre 20 000 Euro an privaten Spenden zu bekommen, will die Stiftung weitere 20 000 Euro dazugeben. Um diese Summe zu erreichen, hat der Bauernhof eine Baustein-Spendenkampagne gegründet. „Bislang konnten wir knapp über 1000 Euro sammeln“, sagt Bergmann. „Es fehlen also nur noch 19 000 Euro“, fügt sie lächelnd hinzu. 

Von Johanna Kruse

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