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Stöcken Bezirksbürgermeisterin Marion Diener hört auf
Hannover Aus den Stadtteilen Stöcken Bezirksbürgermeisterin Marion Diener hört auf
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00:15 26.03.2016
Bezirksbürgermeisterin Marion Diener (Mitte) steht in Zukunft nicht mehr zur Verfügung.
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An der Spitze des Stadtbezirksrats Herrenhausen-Stöcken kündigt sich ein Umbruch an. Nach einer Amtsperiode als Bezirksbürgermeisterin steht Marion Diener bei der Kommunalwahl im September nicht mehr auf der Kandidatenliste des SPD-Ortsvereins. Nach beinahe 20 Jahren Mitgliedschaft zieht sich auch ihr Mann Holger Diener, der aktuelle Vorsitzende der SPD-Fraktion, aus dem Bezirksrat zurück. „Der Arbeitsumfang ist doch sehr groß“, erklärt Holger Diener die Entscheidung.

Als neue Spitzenkandidatin schickt die SPD die 47-jährige Regine Bittorf ins Rennen. Mit dem Vorsitzenden der Jusos Nord-West, Marcus Bartmann, und Lukas Mönkeberg verjüngt die SPD in Stöcken ihre oberen Listenplätzen zusätzlich. Mit großen Zugewinnen rechnet die mit neun Plätzen stärkste Fraktion bei der anstehenden Wahl allerdings nicht. Das Ziel sei es, die bisherigen Sitze zu halten und damit erneut eine Mehrheit zu erreichen, so der Noch-Vorsitzende Holger Diener. Programmatisch bleibt für die SPD die Flüchtlingsunterbringung eine der größten Aufgaben. „Unser Ziel ist, den Stadtbezirk weiterzuentwickeln. Dies gilt für die Straßensanierung, das Freizeitheim und die Bäder sowie die sonstige Infrastruktur“, gibt er einen Ausblick auf das Wahlprogramm.

Für die zweitstärkste Fraktion, die CDU, bleibt Wolfgang Neubauer der erstnominierte Anwärter auf das Amt des Bezirksbürgermeisters. Nach ihrem Austritt aus der CDU im Februar wird Uta-Maria Nieländer nicht erneut für den Bezirksrat kandidieren. Auf dem zweiten Listenplatz bewirbt sich Elvira Schmidt für einen Sitz in dem Gremium. Mit Norbert Dragon und Ratsfrau Georgia Jeschke auf den weiteren Plätzen tritt die CDU ansonsten weitgehend in alter Formation an. Mit sechs angestrebten Mandaten hofft die aktuell vierköpfige Fraktion auf Verstärkung in der Opposition. In einem ersten Entwurf der politischen Ziele nennt Wolfgang Neubauer bereits einige Wahlkampfthemen. Die CDU fordert etwa die zügige Erneuerung des Stöckener Bads, den Bau einer Begegnungsstätte in der Schwarzen Heide und die Verlängerung der Mecklenheidestraße über die Leine nach Letter.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wird erst im Mai über ihre Listenaufstellung diskutieren. Die Vorsitzende Hannelore Mücke-Bertram kündigt allerdings an, dass auch die drei aktuellen Vertreter voraussichtlich wieder dabei sein werden. Als Schwerpunkte des Fraktionsprogramms nennt sie die Verbesserung des Radverkehrs sowie die aktive Mitarbeit am Programm Soziale Stadt und im Integrationsbeirat.

Für die Wählergemeinschaft Aktive für ein soziales Hannover (ASH) hofft Herbert Mesenbrink auf genügend Stimmen, um das Einzelmandat von Pierre Rodriguez übernehmen zu können. Die ASH will als unabhängige Fraktion den sozialen Wohnungsbau fördern.

Erstmals tritt auch die AfD im Bezirk bei der Kommunalwahl an. Als Spitzenkandidat für den Rat nominierte die Partei den Vorsitzenden der Jugendorganisation Junge Alternative Niedersachsen, Sören Hauptstein. Der 23-jährige Jurastudent aus Hannover erlangte bundesweit Aufmerksamkeit mit Vorträgen und einer Filmdokumentation, die sich mit Theorie und Praxis des „Gender Mainstreaming“ auseinandersetzt. Die „Süddeutsche Zeitung“ bezeichnete Hauptstein daraufhin als Antifeministen.

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