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Stöcken Ein Rekordjahr für Störche in der Region Hannover
Hannover Aus den Stadtteilen Stöcken Ein Rekordjahr für Störche in der Region Hannover
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00:15 21.08.2017
Ende März nistete sich ein Storchenpaar in Stöcken ein. Richard Fischer, Hobbyfotograf, entdeckte die Tiere. Quelle: Fischer
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Hannover

Eine Premiere für Storchenfans in Stöcken: Erstmals hat ein Vogelpaar in der Stöckener Leinemasch gebrütet. „Ein Jungvogel ist ausgeflogen“, berichtet Reinhard Löhmer, Naturschutzbeauftragter für die Weißstorchbetreuung in der Region Hannover. Ein weiteres Tier war im Stöckener Nest geschlüpft. „Das hat es witterungsbedingt aber nicht geschafft“, sagt Löhmer, der jetzt seinen Zwischenbericht für dieses Jahr veröffentlicht hat.

"Ein gutes Storchenjahr"

Der Bericht zeigt auch: Hannovers Störche sorgen für einen neuen Rekord. 58 Paare nisteten sich in der Region ein, sieben mehr als im Vorjahr. Das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Zählung im Jahr 1934. Und auch die Zahlen zur Brut können sich sehen lassen: Zwar blieben elf Paare ohne Nachwuchs, doch insgesamt wurden 102 Junge aufgezogen, im Vorjahr waren es 76. „2017 ist damit ein gutes Storchenjahr gewesen“, sagt Löhmer.

Dabei haben die Witterungsverhältnisse im Frühling und Sommer nicht gerade zu diesem Rekord beigetragen. Aus Storchensicht habe es sich nämlich auch um ein unruhiges Jahr gehandelt. Der April war zu kalt, von Mitte Mai bis Mitte Juni war es zu trocken. Es folgten viele Unwetter und starker Regen. „Das ist natürlich ungünstig für einen Nesthocker, der so exponiert sitzt – da ist es auch nicht verwunderlich, wenn nicht alle ausfliegen“, sagt der Naturschutzbeauftragte Löhmer. Auch jetzt könne das Wetter noch zu Jungenverlusten führen.

Hochwasser kam den Störchen recht

Das Hochwasser Ende Juli kam den Störchen dagegen gerade recht. „Dadurch war die Nahrungslage optimal“, sagt Löhmer. Auf dem Wasser treibende Regenwürmer, schutzsuchende Mäuse oder Kadaver, die nach der Flut zum Vorschein kommen – alles ein gefundenes Fressen für die Vögel.

Das Nest in Stöcken zählt wie jene in Helstorf und Uetze zu denen, die im vergangenen Jahr verwaist waren. 2013 hatten Störche dort versucht, auf einem Schornstein heimisch zu werden – der war allerdings noch in Betrieb. Seitdem gibt es auf einem Mast in der Stöckener Leinemasch eine Nisthilfe für die Tiere – in diesem Jahr nun zum ersten Mal mit Nachwuchs.

Von Johanna Stein

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