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Feuerwache wird ausgebaut

Stöcken Feuerwache wird ausgebaut

Die Feuer- und Rettungswache II in Stöcken soll nach einer Erweiterung im Notfall die Regionsleitstelle ersetzen. Die Stadt richtet auf der Klappenburg ein zweites Rechenzentrum ein.

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Bezirksrat stellt Anträge zum Haushalt

Diese Fahrzeughalle wird um zwei Stockwerke und einen Anbau erweitert.

Quelle: Moers

Stöcken. Flächenmäßig ist die Feuerwache II in Stöcken die größte in Hannover. Und doch wird es dort seit einiger Zeit regelmäßig zu eng. Der Notfallsanitäterschule und der Feuerwehrschule fehlen Räume und Geräte, den Einsatzfahrzeugen die Stellplätze. In Zukunft soll die Feuerwache II nicht bloß Hannovers zentrale Ausbildungsstätte für Feuerwehrleute sein, sondern auch beim Ausfall der Regionsleitstelle am Weidendamm deren Aufgaben übernehmen. Des Weiteren plant die Stadt, auf dem Gelände ein Rechenzentrum einzurichten. Der 10,3 Millionen Euro teure Ausbau soll bereits im Sommer 2016 beginnen und im darauffolgenden Jahr abgeschlossen sein.

Bereits in der Vergangenheit wurde die Feuerwache auf der Klappenburg an den gestiegenen Raumbedarf angepasst. Vorsorglich wurde dabei eine Fahrzeughalle im Westen des Geländes so konstruiert, dass man ihr nun einfach zwei zusätzliche Stockwerke aufsetzen kann. Das Stahlbeton-Skelett der schlichten Halle muss also in Zukunft einiges schultern.

In den zweiten Stock expandiert die Rettungsdienstkompetenzschule. Unterrichtsräume, Umkleiden und Büros sollen den derzeitigen Platzmangel beheben. Die Expansion ist die Folge einer gesetzlichen Verlängerung der Notfallsanitäterausbildung sowie gestiegener Anforderungen. Im dritten Stock installiert die Feuerwehr eine Redundanzleitstelle. Sollte die Hauptleitstelle in der Nordstadt ausfallen, können die Stöckener ohne Verzögerung deren Aufgaben übernehmen. In der Leitstelle werden etwa die Notrufe aus der gesamten Region entgegengenommen. Das neue Gebäude wird dazu mit hochkomplexer Notruf- und Funktechnik ausgestattet, die mit der Hauptleitstelle am Weidendamm gekoppelt wird. 1,2 Millionen Menschen in der Region sind im Rettungsfall auf das reibungslose Funktionieren der Leitstellentechnik angewiesen.

Völlig neu gebaut wird außerdem ein Anbau an die westliche Halle, in den die Stadt ein zweites Rechenzentrum einquartiert. Derzeit ist das städtische Rechenzentrum, das etwa die IT-Infrastruktur der gesamten Verwaltung betreut, in der Leinstraße untergebracht. Der Standort wird von der Stadt im Zuge der Neuordnung der Innenstadt 2017 aufgegeben. Bis dahin muss der Neubau in Stöcken unbedingt fertig sein.

Die Integration der Regionsleitstelle und des Rechenzentrums an einem Standort soll Kosten sparen. „Insbesondere die für die Leitstellentechnik benötigte hochwertige technische Gebäudeausrüstung kann mit überschaubarem Mehraufwand zum Betrieb des Rechenzentrums erweitert werden“, heißt es in einer Drucksache, die in der vergangenen Woche vom Bezirksrat wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde. Das Gelände der Feuerwache II ist auch die Heimat der Stöckener Ortsfeuerwehr. Sie ist von dem Umbau nicht betroffen.

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Stöcken in Zahlen
  • Stadtbezirk : Herrenhausen-Stöcken, 12. Stadtbezirk in Hannover 
  • Stadtteile: Burg, Herrenhausen, Ledeburg, Leinhausen, Marienwerder, Nordhafen und Stöcken
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 34.664 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Burg (3.725), Herrenhausen (7.660), Ledeburg (5.797), Leinhausen (2.918), Marienwerder (2.461), Nordhafen (128) und Stöcken (11.975)
  • Bevölkerungsdichte : 1.641 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30419
  • Geschichte: Der berühmteste Einwohner Stöckens war wohl Cord Broyhan. Er erfand 1526 ein helles Bier. Das nach ihm benannte obergärige Broyhan-Bier verschaffte der Stadt Hannover einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung und eine bedeutende Stellung auf dem Gebiet der damaligen Braukunst. Aus der Sitte, das Broyhan-Bier zusammen mit Branntwein zu trinken, entstand die Lüttje Lage.
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