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Führungskräfte und Flüchtlinge bekämpfen Knöterich

Stöcken Führungskräfte und Flüchtlinge bekämpfen Knöterich

Gemeinsam mit Flüchtlingen haben Mitarbeiter der Firma Johnson Controls den gemeinen Staudenknöterich am Stöckener Bach ausgegraben. Dass Führungskräfte und Flüchtlinge im Naturschutz zusammenarbeiten, ist sicherlich nicht alltäglich, lag für die Mitarbeiter von Johnson Controls aber recht nahe.

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Gemeinsam rücken die Mitarbeiter von Johnson Controls und die Flüchtlinge dem gemeinen Staudenknöterich zu Leibe.

Quelle: Johanna Kruse

Hannover. Der Stöckener Bach im Gemeindeholz in Stöcken ist für viele Anwohner ein Ort zum Spazierengehen und Erholen. Damit es dort so idyllisch bleibt, muss allerdings der gemeine Staudenknöterich regelmäßig entfernt werden, denn die Pflanze verbreitet sich sehr schnell und bedroht dadurch die heimische Natur. Gemeinsam haben Flüchtlinge und Mitarbeiter von Johnson Controls deshalb dem Staudenknöterich am Stöckener Bach den Kampf angesagt. Mehrere Stunden lang buddelten die engagierten Helfer am Freitag die Pflanzen mitsamt Wurzeln entlang des Bachs aus.

Für die Mitarbeiter von Johnson Controls war das Projekt ein Team-Event. „Wir machen so etwas einmal im Jahr, und weil wir in der Gruppe selbst viele Leute mit Mitgrationshintergrund haben, fanden wir die Idee, mit Flüchtlingen zusammenzuarbeiten, ganz passend“, erklärte Thu Hien Ho von Johnson Controls. Die Flüchtlinge hatte Anke Waldner vom Nachbarschaftskreis Herrenhausen-Stöcken angesprochen, die sich außerdem ehrenamtlich für die Neuankömmlinge und im BUND engagiert. „Es geht ja nicht nur um die Biotoppflege, sondern hauptsächlich um die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Deshalb haben auch einige zugesagt - die wissen, dass wir immer schöne Aktionen machen“, sagte Waldner zufrieden.

Begeistert von dem freiwilligen Engagement war auch Jens Kungl vom BUND. „Das ist wirklich fantastisch, wie hier alle zusammen anpacken. Ich finde, das ist nicht selbstverständlich, sich in einem fremden Land gleich für den Naturschutz zu engagieren“, sagte Kungl. Er selbst geht zwei- bis dreimal in der Woche im Gemeindeholz spazieren, um dort nach dem Rechten zu sehen, Müll einzusammeln und Unkraut zu entfernen.

Belohnt wurde die Truppe nach der harten Arbeit mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Flüchtlingsunterkunft in der Dorotheenstraße.

Von Johanna Kruse

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Stöcken in Zahlen
  • Stadtbezirk : Herrenhausen-Stöcken, 12. Stadtbezirk in Hannover 
  • Stadtteile: Burg, Herrenhausen, Ledeburg, Leinhausen, Marienwerder, Nordhafen und Stöcken
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 34.664 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Burg (3.725), Herrenhausen (7.660), Ledeburg (5.797), Leinhausen (2.918), Marienwerder (2.461), Nordhafen (128) und Stöcken (11.975)
  • Bevölkerungsdichte : 1.641 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30419
  • Geschichte: Der berühmteste Einwohner Stöckens war wohl Cord Broyhan. Er erfand 1526 ein helles Bier. Das nach ihm benannte obergärige Broyhan-Bier verschaffte der Stadt Hannover einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung und eine bedeutende Stellung auf dem Gebiet der damaligen Braukunst. Aus der Sitte, das Broyhan-Bier zusammen mit Branntwein zu trinken, entstand die Lüttje Lage.
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