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Stöcken Führungskräfte und Flüchtlinge bekämpfen Knöterich
Hannover Aus den Stadtteilen Stöcken Führungskräfte und Flüchtlinge bekämpfen Knöterich
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12:00 13.10.2017
Gemeinsam rücken die Mitarbeiter von Johnson Controls und die Flüchtlinge dem gemeinen Staudenknöterich zu Leibe. Quelle: Johanna Kruse
Hannover

Der Stöckener Bach im Gemeindeholz in Stöcken ist für viele Anwohner ein Ort zum Spazierengehen und Erholen. Damit es dort so idyllisch bleibt, muss allerdings der gemeine Staudenknöterich regelmäßig entfernt werden, denn die Pflanze verbreitet sich sehr schnell und bedroht dadurch die heimische Natur. Gemeinsam haben Flüchtlinge und Mitarbeiter von Johnson Controls deshalb dem Staudenknöterich am Stöckener Bach den Kampf angesagt. Mehrere Stunden lang buddelten die engagierten Helfer am Freitag die Pflanzen mitsamt Wurzeln entlang des Bachs aus.

Für die Mitarbeiter von Johnson Controls war das Projekt ein Team-Event. „Wir machen so etwas einmal im Jahr, und weil wir in der Gruppe selbst viele Leute mit Mitgrationshintergrund haben, fanden wir die Idee, mit Flüchtlingen zusammenzuarbeiten, ganz passend“, erklärte Thu Hien Ho von Johnson Controls. Die Flüchtlinge hatte Anke Waldner vom Nachbarschaftskreis Herrenhausen-Stöcken angesprochen, die sich außerdem ehrenamtlich für die Neuankömmlinge und im BUND engagiert. „Es geht ja nicht nur um die Biotoppflege, sondern hauptsächlich um die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Deshalb haben auch einige zugesagt - die wissen, dass wir immer schöne Aktionen machen“, sagte Waldner zufrieden.

Begeistert von dem freiwilligen Engagement war auch Jens Kungl vom BUND. „Das ist wirklich fantastisch, wie hier alle zusammen anpacken. Ich finde, das ist nicht selbstverständlich, sich in einem fremden Land gleich für den Naturschutz zu engagieren“, sagte Kungl. Er selbst geht zwei- bis dreimal in der Woche im Gemeindeholz spazieren, um dort nach dem Rechten zu sehen, Müll einzusammeln und Unkraut zu entfernen.

Belohnt wurde die Truppe nach der harten Arbeit mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Flüchtlingsunterkunft in der Dorotheenstraße.

Von Johanna Kruse

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