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Immer mehr Ratten am Stöckener Marktplatz gesichtet

Stöcken Immer mehr Ratten am Stöckener Marktplatz gesichtet

Am Stöckener Markt tummeln sich vermehrt Ratten. Umgeben von Mülleimern, herunterfallenden Essensresten und dem Wasser eines Brunnens fühlen sich die Nagetiere so wohl, dass sie den Marktplatz offenbar als neues Quartier bezogen haben.

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Wo Müll ist, fühlen sich Ratten pudelwohl.

Quelle: Archiv

Hannover. Vielen Stöckenern sind die Ratten am Stöckener Markt bereits aufgefallen. Vor allem im Bereich von Sitzbänken, Mülleimern und dem Brunnen wurden die Tiere häufig gesichtet. Die Verwaltung hat auf die zahlreichen Beschwerden und Hinweise aus der Bevölkerung reagiert und Schädlingsbekämpfer engagiert. „Seit Mitte August sind rund um das Gebiet Rattenfallen aufgestellt. Der Köder enthält ein Gift, das allerdings nicht sofort wirkt, sondern erst nach einiger Zeit“, erklärte Rita Heitsch vom Stadtbezirksmanagement bei der jüngsten Bezirksratssitzung. Diese Maßnahme sei sinnvoll, damit die Ratten möglichst bis in ihre Nester gelangen, um Nachkommen und anderen Ratten das Gift ebenfalls zu übertragen.

Deshalb kommen die Ratten

Ein Grund für den plötzlichen Rattenbefall könnte der Bau des Stadtteilzentrums sein. „Das ist anscheinend nicht unüblich. Wenn irgendwo in die Tiefe gebaut wird, können dadurch die Nester der Ratten zerstört werden. Die suchen sich dann einen anderen Platz, und den haben sie wohl am Stöckener Markt gefunden“, sagte Heitsch.

Bereits nach den starken Regenfällen im Juli waren in einigen Stadtteilen vermehrt Ratten beobachtet worden. „Sie flüchten vor den Überschwemmungen“, sagte damals Professor Michael Fehr, Direktor der Klinik für Heimtiere, Reptilien und Vögel an der TiHo.

Wann die Häufung der Ratten in Stöcken letztlich beseitigt sein wird, konnte die Bezirksmanagerin in der Sitzung nicht genau sagen. „Die Fallen wurden bereits zweimal nachbestückt. Wann die Maßnahme aber beendet sein wird, müssen die Experten individuell entscheiden“, sagte sie.

Schon 2014/15 Ratten in Stöcken

Nach dem Bericht der Bezirksmanagerin zog die SPD-Fraktion einen ursprünglich geplanten Antrag zurück, in dem die Verwaltung zur sofortigen Beseitigung der Ratten aufgefordert worden war.

Schon 2014 und 2015 musste die Stadt Ratten in Stöcken bekämpfen. Damals waren Giftköder in Gullis von neun Straßen ausgelegt worden. Der Bezirksrat hatte die Verwaltung darauf hingewiesen, dass Anwohner im Bereich der südlichen Alten Stöckener Straße (Parlweg, Lauckerthof) vermehrt Ratten gesichtet haben. Aha sah damals unter anderem die Wohn- und Bevölkerungsstruktur im Bereich der Parlstraße und des Lauckerthofs als mögliche Ursache für das Rattenproblem. Dort seien immer wieder Gelbe Säcke neben die dafür vorgesehenen Tonnen gestellt worden. Die Alte Stöckener Straße sei dagegen als bekannter Schleichweg für Autofahrer vermutlich einem „Mülltourismus“ ausgesetzt, hieß es.

Von Johanna Kruse

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Stöcken in Zahlen
  • Stadtbezirk : Herrenhausen-Stöcken, 12. Stadtbezirk in Hannover 
  • Stadtteile: Burg, Herrenhausen, Ledeburg, Leinhausen, Marienwerder, Nordhafen und Stöcken
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 34.664 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Burg (3.725), Herrenhausen (7.660), Ledeburg (5.797), Leinhausen (2.918), Marienwerder (2.461), Nordhafen (128) und Stöcken (11.975)
  • Bevölkerungsdichte : 1.641 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30419
  • Geschichte: Der berühmteste Einwohner Stöckens war wohl Cord Broyhan. Er erfand 1526 ein helles Bier. Das nach ihm benannte obergärige Broyhan-Bier verschaffte der Stadt Hannover einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung und eine bedeutende Stellung auf dem Gebiet der damaligen Braukunst. Aus der Sitte, das Broyhan-Bier zusammen mit Branntwein zu trinken, entstand die Lüttje Lage.
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