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Stöcken Klimaanlage ist zu teuer für das Stadtteilzentrum
Hannover Aus den Stadtteilen Stöcken Klimaanlage ist zu teuer für das Stadtteilzentrum
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12:07 07.07.2016
Mitarbeiter im neuen Stadtteilzentrum könnten an heißen Tagen auf "Kompaktklimageräte" zurückgreifen, empfiehlt die Stadt. Quelle: dpa/Symbolfoto
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Die Christdemokraten hatten im Alleingang einen Prüfantrag ans Rathaus durchsetzen können, nachdem sich bei der Abstimmung im Mai alle anderen Fraktionen enthalten hatten. „Die Verwaltung wird gebeten, nochmals eingehend zu prüfen, ob für den großen Saal des neu zu erstellenden Freizeitheims in Stöcken nicht doch der Einbau einer Klimaanlage erforderlich ist“, heißt es in dem Antrag. Die CDU-Politiker befürchten, dass es in dem Raum mit seinen 170 Sitzplätzen zu stickig werden könnte: „Bei Sommertemperaturen und Vollbesetzung des Saales reicht die normal vorgesehene Belüftung nicht aus.“

Die Stadtverwaltung ist anderer Ansicht. „Die Landeshauptstadt Hannover klimatisiert aus wirtschaftlichen wie auch ökologischen Gesichtspunkten keines ihrer Gebäude“, teilt der Fachbereich Gebäudemanagement jetzt dem Bezirksrat mit. Für das Stadtteilzentrum sei eine „kontrollierte mechanische Zu- und Abluft geplant“, durch die die gesetzlichen Erfordernisse für Versammlungsstätten erfüllt würden. Auch an besonders heißen Tagen könne die Architektur des neuen Gebäudes „mögliche Temperaturspitzen abfangen“.

Konkrete Raumlufttemperaturen seien in der Niedersächsischen Versammlungsstättenverordnung (NVStättVO) allerdings gar nicht vorgeschrieben. Laut Arbeitsschutzrichtlinien (ASR) darf ein Raum ohne Klimaanalage noch bei einer Außentemperatur von bis zu 30 Grad benutzt werden, laut DIN 15251 bei einer Außentemperatur von bis zu 29 Grad. „Gleicht man diesen Wert mit den Testreferenzjahren des Deutschen Wetterdiensts ab, so ergeben sich sieben bis 14 Tage im Jahr für die Region Hannover, an denen dieser Grenzwert überschritten wird“, schreibt die Behörde. Wegen höchstens 14 Tagen im Jahr lohne sich der finanzielle Mehraufwand für eine Klimaanlage nicht. Sollte tatsächlich eine Veranstaltung im Zuschauersaal des neuen Stadtteilzentrums stattfinden, wenn die Außentemperatur bei über 29 Grad liegt, „könnten zusätzlich temporäre Maßnahmen wie mobile Luft- oder Nebelduschen oder Kompaktklimageräte eingesetzt werden“.

Ein bisschen wehmütig ist Carmen Müller beim Anblick der Bagger schon zumute. „Der schöne rote Balken“, seufzt die Leiterin des Freizeitheims, als schwere Schaufeln das blaue Gebäude grob in seine Einzelteile zerlegen. Voraussichtlich bis Ende des Sommers dauert der seit Dienstag laufende Rückbau.

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