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Modernes Wohnen am Stöckener Markt

Kirchengelände Modernes Wohnen am Stöckener Markt

Altersgerecht und erschwinglich sollen die Wohnungen sein, die dort entstehen, wo heute noch die St.-Christophorus-Kirche steht. In seiner letzten Sitzung der ausgehenden Wahlperiode gab der Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken grünes Licht für die Bebauung des verkauften Kirchengeländes.

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Stadtplanerin Marion Fischer erklärt im Bezirksrat den Entwurf.

Quelle: Moers

Hannover. Einhellig stimmte das Gremium dem geänderten Bebauungsplan zu, den das Heimatwerk für das Eckgrundstück vorgelegt hatte. Der viergeschossige Bau bietet Platz für insgesamt 40 Wohneinheiten und eine betreute Wohngruppe. Überwiegend handelt es sich dabei um kleinere Wohnungen für Ein- und Zwei-Person-Haushalte. Alle Wohnungen sind altersgerecht und barrierefrei ausgelegt. Mit dem Beginn der Abriss- und Neubauarbeiten rechnet Heimatwerkvorstand Jürgen Kaiser allerdings nicht vor Ende 2018, so lange dauere das Bauplanverfahren voraussichtlich. Bis dahin soll die Kirche weiter der Gemeinde zur Verfügung stehen. Auch ein Termin für die Entweihung wurde noch nicht bestimmt. „Das liegt alles noch in weiter Ferne“, kommentiert Kaiser das langsam fortschreitende Verfahren.

„Optisch nähert sich das Wohngebäude dem neuen Supermarkt an“, erklärte Stadtplanerin Marion Fischer dem Bezirksrat den Entwurf des Architektenbüros Jabusch und Schneider aus Hannover. Zwei markante Plantanen an der südlichen Grundstücksgrenze an der Eichsfelder Straße bleiben genauso erhalten wie eine große Eiche im Innenhof. Insgesamt hält der Entwurf des Heimatwerks damit das selbst gegebene Versprechen ein, das Kirchengelände einer schonenden Nachnutzung zuzuführen.

Besonders für viele ältere Stöckener hängt an der in den Sechzigerjahren gebauten St.-Christophorus-Kirche ein Stück Geschichte. Lange rang die Gemeinde mit ihrem Bistum und intern um den Erhalt. 2008 wurde endgültig entschieden, die Kirche aufzugeben.

Neue Heimat für die Kirchengemeinde?

An der Ecke zur Eichsfelder Straße ist ein nach außen geöffneter Gemeinschaftsraum vorgesehen. Angedacht ist, hier möglicherweise eine neue Heimat für die Kirchengemeinde zu schaffen. Das Erdgeschoss ist für kleinere Läden und Cafés reserviert, darunter befindet sich eine Tiefgarage. Der Innenhof bekommt einen parkähnlichen grünen Charakter. Insgesamt entspricht der Entwurf den ersten Plänen für ein seniorenfreundliches Wohngebäude, die das Heimatwerk bereits beim Kauf des Geländes 2015 vorstellte. Rund 60 Prozent der Wohnungen sind demnach für ältere Menschen vorgesehen, 40 Prozent für Familien. Ein Viertel der Wohnungen entsteht im öffentlich geförderten Wohnungsbau. Eine Behindertenwohngruppe, die derzeit in dem ehemaligen Pfarrhaus lebt, wird künftig in dem Neubau eine neue Heimat finden. Zusammen mit dem Neubau des Freizeitheims, des Supermarkts und der Neugestaltung des Marktplatzes ist der Bau ein weiterer Baustein bei der Sanierung der Stöckener Mitte.

Bedenken äußerte die CDU-Fraktion im Bezirksrat bezüglich der geplanten Tiefgaragenstellplätze. Der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Neubauer schlug vor, die Anzahl auf wenigstens 40 Plätze zu erhöhen. Gleichzeitig solle das Heimatwerk darüber nachdenken, Anschlüsse für Elektroautos in der Garage zu installieren. Die Vorschläge trafen auch bei der SPD auf Zustimmung. Nun liegt es an der Genossenschaft zu entscheiden, ob sie die Hinweise des Bezirksrats umsetzt.

Von Mario Moers

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Stöcken in Zahlen
  • Stadtbezirk : Herrenhausen-Stöcken, 12. Stadtbezirk in Hannover 
  • Stadtteile: Burg, Herrenhausen, Ledeburg, Leinhausen, Marienwerder, Nordhafen und Stöcken
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 34.664 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Burg (3.725), Herrenhausen (7.660), Ledeburg (5.797), Leinhausen (2.918), Marienwerder (2.461), Nordhafen (128) und Stöcken (11.975)
  • Bevölkerungsdichte : 1.641 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30419
  • Geschichte: Der berühmteste Einwohner Stöckens war wohl Cord Broyhan. Er erfand 1526 ein helles Bier. Das nach ihm benannte obergärige Broyhan-Bier verschaffte der Stadt Hannover einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung und eine bedeutende Stellung auf dem Gebiet der damaligen Braukunst. Aus der Sitte, das Broyhan-Bier zusammen mit Branntwein zu trinken, entstand die Lüttje Lage.
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