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Stöcken Neue Pastorin für die Kirchengemeinde
Hannover Aus den Stadtteilen Stöcken Neue Pastorin für die Kirchengemeinde
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00:15 19.07.2016
Die Tasche ist gepackt: Annette Charbonnier und ihre Familie sind nach Herrenhausen umgezogen. Quelle: Bismark
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Hannover

Die 50-Jährige ist seit 17 Jahren Pastorin. Der berufliche Neuanfang habe sie gereizt. Stöcken verfüge wie ihre bisherige Paulus-Gemeinde in Burgdorf über ein Familienzentrum und leiste soziale Arbeit im Stadtteil. Die Gemeinde ist gerade im Begriff, ein neues Kirchenzentrum zu bauen. „Ich werde versuchen, den Geist von Paulus mitzunehmen.“

Wenn nicht jetzt, wann dann? Auf dieser Frage beruhte die Bewerbung, die die Pastorin angeschoben hatte. Nicht, weil sie sich möglicherweise unwohl gefühlt hätte bei St. Paulus. „Aber nun ist auch die richtige Zeit für eine berufliche Herausforderung“, sagt sie. Diese erwarte sie in der neuen Kirchengemeinde, in der sie mit einer halben Stelle arbeiten werde. Dazu gehöre, dass sie sich in der Leitung erproben könne, aber auch die Anbindung von Kitas und Familienzentren an die Gemeinde, die Vernetzung mit lokalen Akteuren und eine neuen Positionierung in den beiden Stadtteilen. „Und nicht zuletzt werden wir über den Neubau der Kirche oder einen Umbau entscheiden müssen“, nennt sie jene Aufgabe, die mittelfristig viel Zeit und Energie kosten werde. „Aber jetzt habe ich eben die Energie, das noch einmal zu schaffen“, sagt die zweifache Mutter.

Charbonnier ausgesprochen beliebt

Charbonnier, die eine exzellente Predigerin ist, gilt als ausgesprochen beliebt. In Burgdorf gab sie neben der klassischen Pastoralarbeit Konfirmationsunterricht, widmete sich der Arbeit mit Familien, baute die sogenannte Ü-Kirche als nachmittägliches Gottesdienstangebot für Familien auf und aus und bot überdies einen Bibelgesprächskreis an, der sich großer Akzeptanz erfreut. Ihr Mann Ralph Charbonnier arbeitet in Hannover - im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland, wo er jetzt für soziale Fragen zuständig ist. Die 50-Jährige verabschiedet sich durchaus mit Wehmut aus der Burgdorfer Gemeinde mit ihrem - auf den ersten Blick - unansehnlichen Kirchenbau. „Als wir in Burgdorf ankamen und ich die St.-Paulus-Kirche sah, wollte ich dort nie anfangen.“ Inzwischen aber habe sie den Betonbau so ins Herz geschlossen, dass sie bauliche Ideen gern mit nach Ledeburg/Stöcken übertragen wolle. „Das Gebäude ermuntert einfach zur Kommunikation“, sagt sie.

"Hier gibt es ein schönes Miteinander"

Mitnehmen werde sie auch den speziellen Geist der Gemeinde: „Hier gibt es ein schönes Miteinander von Menschen, die Lust haben, Kirche zu gestalten und etwas zu organisieren.“ Nie habe sie gehört, dass etwas nicht funktioniere, sondern immer erlebt, wie ihre Mitstreiter einen Weg gesucht und gefunden haben, um Ideen zu realisieren.

Dabei hätten die Menschen immer im Blickpunkt gestanden: Was brauchen sie im Stadtteil? Wo erreichen wir sie? „Das hat dazu geführt, dass sich eine sehr lebendige, experimentierfreudige Gemeinde entwickelt hat“, sagt Charbonnier - und wünscht sich, dass ihr dieser Geist auch in Ledeburg/Stöcken erhalten bleibt.

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