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Neues Stadtteilzentrum soll im Herbst 2018 fertig sein

Stöcken Neues Stadtteilzentrum soll im Herbst 2018 fertig sein

Wo künftig der Stöckener Stadtteilladen, das Leckerhaus und das Freizeitheim eine neue Heimat finden sollen, feierten zahlreiche Anwohner nun Richtfest. Insgesamt 7,45 Millionen Euro soll der Neubau des Stadtteilzentrums kosten, im Herbst 2018 soll er fertig sein.

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Zahlreiche Anwohner waren zum Richtfest des neuen Stöckener Stadtteilzentrums gekommen.

Quelle: Johanna Kruse

Hannover. Der Bau des neuen Stadtteilzentrums in Stöcken ist noch nicht einmal abgeschlossen, da wird schon über den Abriss gesprochen - allerdings nur über die Überbleibsel, die zukünftige Generationen dann finden könnten. „Wenn dieses Haus in ferner Zukunft wieder abgerissen werden sollte, dann möchten wir an die Zeit der Entstehung erinnern“, sagte Carmen Müller, Leiterin des Stadtteilzentrums, am vergangenen Dienstag beim Richtfest des neuen Gebäudes.

Aus diesem Anlass befüllte sie gemeinsam mit Hannovers Kulturdezernenten Harald Härke und Stöckens Bezirksbürgermeisterin Regine Bittorf eine Zeitkapsel, die anschließend in den Rohbau eingemauert wurde. Darin enthalten waren klassische Dinge des aktuellen Zeitgeschehens, darunter eine Urkunde des Neubaus, ein Satz Euro-Münzen, ein Fidget-Spinner, aktuelle Ausgaben der HAZ und des Stadtanzeigers sowie Grüße und Wünsche von Kindergarten- und Kitakindern aus Stöcken.

Viele Anwohner hatten sich am Dienstagnachmittag auf der Baustelle am Stöckener Markt versammelt, um das Richtfest gemeinsam zu feiern. Neben einem klassischen Richtspruch präsentierten die Hortkinder der AWO-Kita Freudenthalstraße eine Trommelvorführung, und Härke begrüßte die Besucher stellvertretend für Oberbürgermeister Stefan Schostok. „Traditionell erwartet man bei einem Richtfest einen Zimmermann auf dem Dachstuhl zu sehen, aber hier gibt es noch gar keinen Dachstuhl“, bemerkte Härke. „Wenn das neue Zentrum aber eins nicht ist, dann ein traditionelles Haus.“

Gesamtkosten: 7,45 Millionen Euro

Tatsächlich bekommt das neue Gebäude eine besondere Dachform, die aus trapezförmigen Pultdächern mit unterschiedlichen Neigungen besteht. Bevor das Dach eingedeckt werden kann, sollen aber zuerst Fenster und Außentüren eingebaut werden. „Bis zum Winter soll hier alles dicht sein“, sagte Müller am Dienstag. Daraufhin würden die Innenarbeiten folgen.

Die Gesamtkosten des Baus sollen sich auf 7,45 Millionen Euro belaufen und werden anteilig - zu je einem Drittel - von Bund, Land und Kommune getragen.

Der Bau schreitet zügig voran. Schon im Herbst 2018 soll das neue Stadtteilzentrum bezugsfertig sein. Dann sollen der Stadtteilladen, das Leckerhaus des Vereins Soziales Netzwerk Stöcken und das Freizeitheim dem Neubau Leben einhauchen. „Wir schaffen hier einen Ort der Vielfalt, an dem alle Stöckener zusammenkommen können und immer erwünscht sind“, bemerkte der Kulturdezernent.

Von Johanna Kruse

Gut Haus will Weile haben

Noch müssen die Stöckener sich in Geduld üben, mit Provisorien leben und weiter die Bauarbeiten am Stöckener Markt ertragen. Doch die Mühe rund um das neue Freizeitheim dürfte sich lohnen. Nachdem das alte Gebäude nicht mehr zu retten war, präsentierte die Stadt ansprechende Pläne für ein neues Stadtteilzentrum. Immerhin investieren Stadt, Land und Bund eine stolze Summe, damit die Bürger aus Stöcken und vielleicht auch den Nachbarstadtteilen wieder einen Treffpunkt für vielfältige Aktivitäten bekommen. Das Richtfest gibt Hoffnung. Und ein Jahr ist dann vielleicht schneller vorbei als gedacht.

Ein Kommentar von Bärbel Hilbig

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  • Stadtbezirk : Herrenhausen-Stöcken, 12. Stadtbezirk in Hannover 
  • Stadtteile: Burg, Herrenhausen, Ledeburg, Leinhausen, Marienwerder, Nordhafen und Stöcken
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 34.664 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Burg (3.725), Herrenhausen (7.660), Ledeburg (5.797), Leinhausen (2.918), Marienwerder (2.461), Nordhafen (128) und Stöcken (11.975)
  • Bevölkerungsdichte : 1.641 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30419
  • Geschichte: Der berühmteste Einwohner Stöckens war wohl Cord Broyhan. Er erfand 1526 ein helles Bier. Das nach ihm benannte obergärige Broyhan-Bier verschaffte der Stadt Hannover einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung und eine bedeutende Stellung auf dem Gebiet der damaligen Braukunst. Aus der Sitte, das Broyhan-Bier zusammen mit Branntwein zu trinken, entstand die Lüttje Lage.
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