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Sanierung Stöckens soll bis 2020 ausgeweitet werden

Stöcken Sanierung Stöckens soll bis 2020 ausgeweitet werden

Für den Stadtteil Stöcken markiert 2017 einen Wendepunkt. Nach zehn Jahren endet dieses Jahr die Sanierung im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“. Obwohl sich das Gesicht des Stadtteils bereits sichtbar zum Positiven verändert hat, bleibt im Sanierungsgebiet auch nach einer Dekade einiges zu tun.

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Gruselig: Das Hotel West steht seit anderthalb Jahren leer. Der Abriss scheint nun besiegelt.

Quelle: Mario Moers

Hannover. In Absprache mit der Sanierungskommission beantragte die Stadt bereits im Sommer 2016 die Ausweitung des Förderzeitraums um weitere zwei Jahre. Zehn Bauprojekte sollen bis Ende 2019 fertiggestellt werden. „Die Signale sind positiv, dass wir noch im Frühjahr vom Land das Okay für die Verlängerung bekommen“, erklärte Gereon Visse, der städtische Koordinator für das Sanierungsgebiet, auf der konstituierenden Sitzung der Sanierungskommission. Folgende Bauvorhaben befinden sich in der Sanierungs-Warteschlange:

Grunderneuerung in der Weizenfeldstraße

Stellvertreterwahl verschoben

Heidi Stolzenwald ist die neue und alte Vorsitzende der Sanierungskommission Stöcken. Die ehemalige Bezirksbürgermeisterin wurde bei der konstituierenden Sitzung einstimmig zur Vorsitzenden gewählt. Ein Stellvertreter fand sich bislang nicht. Niemand erklärte sich bereit, die Aufgabe zu übernehmen. Die Wahl des Stellvertreters wurde deshalb auf die nächste Sitzung vertagt.

Insgesamt gehören der neuen Sanierungskommission neun Vertreter aus dem Bezirksrat und Rat an sowie neun von den Parteien vorgeschlagene Bürgervertreter. Jeweils ein Vertreter der „Hannoveraner“ und von „Die Fraktion“ verfügen über Grundmandate. Die Sanierungskommission berät über alle wesentlichen Entwicklungen bezüglich der Sanierung. Ihre Beschlüsse sind allerdings nicht verbindlich und müssen durch den Bezirksrat und Rat bestätigt werden. Anders als in diesen beiden Gremien haben Bürger in den Sitzungen der Sanierungskommission jederzeit das Recht, sich in die Diskussion einzumischen. Die nächste Sitzung der Kommission findet am Montag, 3. April, um 18 Uhr in der Aula der IGS Stöcken statt.

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Die Weizenfeldstraße ist ein Flickenteppich mitten im Sanierungsgebiet. Die Straße vor dem Ende der Förderung grundzuerneuern war die maßgebliche Überlegung, die schließlich zu dem Antrag auf Verlängerung geführt hat. Ein Entwurf für die Erneuerung liegt derzeit noch nicht vor. Bevor es losgeht, sollen die Anwohner und Eigentümer voraussichtlich noch dieses Frühjahr über das Vorhaben informiert und zu einer Beteiligungsveranstaltung geladen werden.

Wohnungsneubau im ehemaligen Hotel West

Am westlichen Ende der Weizenfeldstraße befindet sich das leer stehende Hotel West. Wenig einladend modert das ehemalige Gasthaus seit anderthalb Jahren verlassen vor sich hin. Kurzzeitig prüfte die Stadt, ob sich das Gebäude als Flüchtlingsunterkunft eignet. Doch Lage und Zustand wurden als zu schlecht beurteilt. Auch nicht gerade zur Popularität des Standorts dürfte ein bundesweit beachteteter Vorfall in der Nachbarschaft beigetragen haben. 2014 wurde im angrenzenden Supermarkt ein Kunde von einem Raubmörder erschossen. Nun scheint der Abriss des Hotels besiegelt. Ein Investor plant dort Wohnbebauung. Aus Sicht des Sanierungsmanagements eine wünschenswerte Entwicklung.

Freizeitheim, Marktplatz und weitere Baustellen

Am 15. Februar beginnt der Neubau des Freizeitheims in der Eichsfelder Straße. Etwa 14 Monate sind für den Bau angesetzt. Im kommenden Jahr soll das Stadtteilzentrum wieder eröffnen. Im gleichen Zeitraum entstehen die konkreten Pläne für die Neugestaltung des gegenüberliegenden Marktplatzes, einer Spielfläche neben dem Freizeitheim und für dessen Vorplatz. Der Umbau der Freiflächen soll 2020, mit dem Ende der verlängerten Sanierungsperiode, abgeschlossen sein. Weitere Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet sind die Errichtung eines Wohnkomplexes auf dem Grundstück der St.-Christophorus-Kirche durch das Heimatwerk, die Anlage eines zusätzlichen Eingang zum Stadtfriedhof im Bereich der Hogrefestraße, die Grunderneuerung der Moorhoffstraße und die Fortsetzung der energetischen Sanierung im gesamten Sanierungsgebiet.

Von Mario Moers

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Stöcken in Zahlen
  • Stadtbezirk : Herrenhausen-Stöcken, 12. Stadtbezirk in Hannover 
  • Stadtteile: Burg, Herrenhausen, Ledeburg, Leinhausen, Marienwerder, Nordhafen und Stöcken
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 34.664 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Burg (3.725), Herrenhausen (7.660), Ledeburg (5.797), Leinhausen (2.918), Marienwerder (2.461), Nordhafen (128) und Stöcken (11.975)
  • Bevölkerungsdichte : 1.641 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30419
  • Geschichte: Der berühmteste Einwohner Stöckens war wohl Cord Broyhan. Er erfand 1526 ein helles Bier. Das nach ihm benannte obergärige Broyhan-Bier verschaffte der Stadt Hannover einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung und eine bedeutende Stellung auf dem Gebiet der damaligen Braukunst. Aus der Sitte, das Broyhan-Bier zusammen mit Branntwein zu trinken, entstand die Lüttje Lage.
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