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Ein Stück Afrika für Stöckener Brennpunkt

Stöcken Ein Stück Afrika für Stöckener Brennpunkt

Diese Spielplatzsanierung wertet die ganze Straße auf. Im Stöckener Onnengaweg wurde der Kinderspielplatz nach einer aufwendigen Erneuerung wiedereröffnet. Die Generalüberholung war dringend nötig. Die alten Spielgeräte waren moosbesetzt und marode. Nun strahlt die Fläche im Herzen des Sanierungsgebiets im neuen Glanz.

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Eine der neuen hölzernen Giraffen, die ein kleines Stück Afrika ins herbstliche Stöcken bringt.

Quelle: Mario Moers

Hannover. Als kleinen Abenteuerspielplatz mit afrikanischem Thema hat das Büro für Landschaftsarchitektur Linnea aus Hannover den Platz, mitunter nach Vorschlägen einer Kinderbeteiligung, umgesetzt. Das Herzstück, ein großes Klettergerüst aus drei verbundenen Giraffen- und Zebratürmen, markiert einen gelungenen Farbfleck im Kontrast zu dem ansonsten eher grauen Gesamteindruck des Straßenzugs. Ergänzt wird die Kraxel-Landschaft durch eine „Käferhöhle“, so nennt sich das neue Spielhaus am Sandspielbereich, einen kleinen Blumengarten und eine Nestschaukel. Insgesamt hat der erneuerte Platz eindeutig das Prädikat gelungen verdient, fanden auch die Besucher der Eröffnung am Freitag.

„Ich freue mich, dass diese kleine Stöckener Oase nun einen angemessenen Spiel- und Aufenthaltsbereich bietet“, beurteilte Bürgermeister Thomas Hermann die Umgestaltung als wichtigen Fortschritt bei der Sanierung des Quartiers. Auch die anwesenden Kinder, Mitarbeiter und Eltern des Lekkerhauses fühlten sich wohl im „Stöckener Afrika. Die soziale Betreuungseinrichtung in der benachbarten Lüssenhopstraße wird den Spielplatz künftig als ausgelagertes Außenspielgelände nutzen, bis der Kindermittagstisch 2017 in den Freizeitheimneubau einzieht. „Ab jetzt werden meine Kinder hier wohl täglich spielen wollen“, freute sich Lucy Petrov, eine Mutter aus der Nachbarschaft. Das Quartier gilt als sozialer und baulicher Brennpunkt, ist daher seit 2007 Teil des Stadtentwicklungsprogramms „Soziale Stadt“. Rund um den Spielplatz Onnengaweg dominieren bis heute die graubraunen Fassaden des ehemaligen Arbeiterstadtteils. Optisch dominiert hier trotz der fortgeschrittenen Sanierung der letzten Jahre noch immer das alte Stöcken. Der Spielplatz dagegen wirkt lebendig, modern und einladend.

200 000 Euro hat die Umgestaltung gekostet. Die Mittel dafür stellten zu jeweils einem Drittel der Bund, das Land und die Stadt zur Verfügung. Der Spielplatz ist damit das dritte Projekt, das aus dem Konzept „Stöcken blüht auf“ umgesetzt wurde. Bereits in Betrieb sind ein sanierter Spielplatz im Parlweg und der Bewegungspark im Gemeindeholz. „Der Spielplatz ist ein weiteres Zeichen, dass es im Sanierungsgebiet vorangeht“, sagte Hermann. Das Förderprogramm „Soziale Stadt“ läuft in Stöcken noch bis Ende des Jahres 2017.

Von Mario Moers

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Stöcken in Zahlen
  • Stadtbezirk : Herrenhausen-Stöcken, 12. Stadtbezirk in Hannover 
  • Stadtteile: Burg, Herrenhausen, Ledeburg, Leinhausen, Marienwerder, Nordhafen und Stöcken
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 34.664 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Burg (3.725), Herrenhausen (7.660), Ledeburg (5.797), Leinhausen (2.918), Marienwerder (2.461), Nordhafen (128) und Stöcken (11.975)
  • Bevölkerungsdichte : 1.641 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30419
  • Geschichte: Der berühmteste Einwohner Stöckens war wohl Cord Broyhan. Er erfand 1526 ein helles Bier. Das nach ihm benannte obergärige Broyhan-Bier verschaffte der Stadt Hannover einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung und eine bedeutende Stellung auf dem Gebiet der damaligen Braukunst. Aus der Sitte, das Broyhan-Bier zusammen mit Branntwein zu trinken, entstand die Lüttje Lage.
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