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02:15 06.06.2016
Dirk Busche hat den Kilimandscharo erklommen.Foto: Felix Berg/www.summitclimb.de
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Stöcken

Faszinierende Berichte und eindrucksvolle Fotografien haben Dirk Busche aus Stöcken zur Besteigung des Kilimandscharo verführt. Nach seinem 25. Marathonlauf hatte sich der Ausdauersportler vom Garbsener SC eine neue Herausforderung gesucht. Also bestieg er im März zunächst ein Flugzeug nach Afrika, um anschließend den höchsten Berg des Kontinents zu erklimmen.

Am 20. März erreichte er bei 30 Grad Lufttemperatur das Basislager in Moshi, einer Stadt am Südhang des Kili- mandscharo. Tags darauf startete die erste Etappe auf der Rongai-Route im Nordosten des Nationalparks. Den höchsten Punkt der Tour erreichte der Treck am 24. März mit gut 4700 Höhenmetern - den Sockel des Kraterrands. Der höchste Punkt des Kilimandscharo ist von hier aus noch gut 1250 Höhenmeter entfernt.

Für jeden Teilnehmer hatte der Reiseveranstalter drei Träger engagiert, die maximal 18 Kilogramm tragen durften. Das wurde auf einer Wiegestation kontrolliert. Insgesamt bestand das Team aus zehn Helfern, darunter auch ein Koch.

„Am Gipfel lagen die Temperaturen nahe der Frostgrenze“, berichtet Busche. „Auf 4300 Meter gab es Nachtfrost. Ohne Schatten war es tagsüber aber warm.“ Trotz der Kälte schützte sich der Bergsteiger mit starker Sonnenschutzcreme, langer Hose, Mütze und Tuch gegen Verbrennungen durch die Höhensonne.

Ein heranziehender Sturm führte dazu, dass die Tour verkürzt werden musste. Auf 4300 Metern Höhe verzichtete die Reisegruppe auf den ansonsten üblichen Akklimatisationstag. „Nachts bildete sich meistens starker Tau“, erinnert sich Busche. „Mein Daunenschlafsack entwickelte sich eher zu einem nassen kalten Lappen.“ Das Wetter sei von Mitternacht bis mittags zunächst wolkenlos gewesen, danach sei der Himmel bewölkt gewesen. Am zweiten und dritten Tag gab es auch Schauer und Hagel.

„Sehr beeindruckt hat mich die Höhe und Größe der Eisberge im Gipfelbereich“, fasst Busche sein großes Abenteuer zusammen. „Und der Sonnenaufgang um Viertel nach sechs am höchsten Punkt. Da scheint die Sonne schon unter dem vermeintlichen Horizont durchzubrechen. Der gesehene Horizont ist eigentlich nur die Grenze zur unteren Luftschicht.“ Von Christian Link

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