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Stöckener Hausbesitzer checken ihre Energie-Lecks

Sanierungsmanagement Stöckener Hausbesitzer checken ihre Energie-Lecks

Mit einer Wärmebildkamera haben Stöckener ihr Haus aus energetischer Sicht betrachten können. Das Sanierungsmanagement Stöcken hatte den Spaziergang angeboten, um die Hausbesitzer zu beraten. 

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Bei einem Spaziergang mit Mitarbeitern des Sanierungsmanagements hatten Stöckener die Möglichkeit, ihr Haus durch eine Wärmebildkamera zu sehen und dadurch Energielecks ausfindig zu machen.

Quelle: Foto: Kruse

Stöcken.  Das Haus ist knallgelb, an einigen Ecken, Türen und Fenstereinfassungen auch rot, und der Balkon erstrahlt in einem kräftigen Lila. Das Gebäude gehört Christel Finn, die ihr Eigentum so noch nie betrachten konnte. Es leuchtet grell durch den Bildschirm der Wärmebildkamera. 

Die Stöckerin nutzte, gemeinsam mit einigen anderen Anwohnern, die Gelegenheit eines Termografiespaziergangs, den das Sanierungsmanagement Stöcken angeboten hatte. 

Mithilfe einer Wärmebildkamera machte Carsten Bremer vom Sanierungsmanagement die Oberflächentemperatur verschiedener Gebäude sichtbar und konnte somit eventuelle Wärmelecks ermitteln. „Schwachstellen sind natürlich immer die Fenster, Balkone und Brüstungen“, erklärte der Architekt. „Wenn es so kalt ist wie heute, sieht man die Temperaturunterschiede besonders gut.“ Die gelbe Farbe bedeutet, dass die Oberfläche eine Temperatur von etwa sieben Grad Celsius hat. Blaue Stellen sind besonders kalt, rote hingegen warm, was bedeutet, dass dort besonders viel Energie austritt. 

Neben dem Blick durch die Kamera stellte Architektin Eva Ibrügger den Hausbesitzern Fragen zum Zustand des Gebäudes und stand beratend zur Seite. „Der Einbau von dreifach verglasten Fenstern ist bei älteren Häusern häufig ein fataler Fehler“, beantwortete sie die Frage einer Anwohnerin. Im Normalfall seien die Fenster nämlich die kälteste Stelle, an der sich daher viel Feuchtigkeit sammeln würde. „Wenn die Fenster nun aber ganz dicht sind, dichter als die Wände, dreht sich das Verhältnis um und plötzlich sammelt sich die Feuchtigkeit an den Wänden“, erklärte die Architektin. Das habe Schimmelbildung an den Wänden zur Folge. 

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Das Sanierungsmanagement Stöcken hat mit Anwohnern einen Termografie-Spaziergang gemacht.

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Christel Finn konnte den Spaziergang entspannt fortsetzen. Ihr Haus wurde von den Experten für ausreichend gedämmt befunden. Größere Arbeiten müssten dort momentan nicht vorgenommen werden. 

Im Verlaufe des Nachmittags sahen die Teilnehmer viele verschiedene Häuser durch den kleinen Bildschirm der Kamera. Ein Unterschied in der Dämmung begründete sich auch durch die verschiedenen Baujahre der Objekte. „Hier haben wir zum Beispiel ein Haus aus den Zwanzigerjahren, eins aus den Dreißigern und eins aus den Fünfzigerjahren“, sagte Ibrügger. „Da sieht man ganz deutlich, dass das Gebäude aus den Fünfzigerjahren wesentlich schlechter gedämmt ist als die anderen.“ Direkt nach dem Krieg sei das Material knapp gewesen, und trotzdem musste schnell viel Wohnraum entstehen, weshalb die Objekte häufig qualitativ schlechter wären als ihre Vorgänger. Sogar ein Gebäude aus dem Jahr 1770 wurde von der Gruppe besichtigt. Auch dort gab es nichts zu beanstanden. Das Fachwerkhaus war vor 32 Jahren ausgiebig saniert worden. 

Mit dem Spaziergang bekamen Hausbesitzer im Bezirk die Möglichkeit, ihr Haus aus energetischer Sicht zu betrachten und sich kostenlos beraten zu lassen. „Dieser Teil ist als Sanierungsgebiet eingestuft, was bedeutet, dass es für Eigentümer, die hier sanieren, zusätzliche Fördermöglichkeiten gibt“, sagte die Architektin vom Sanierungsmanagement. Bis 2020 haben Stöckener im Sanierungsgebiet noch die Möglichkeit, diese Fördergelder zu bekommen. 

Von Johanna Kruse

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