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75 neue Wohnungen in der Südstadt

Neuer Gebäudekomplex am Altenbekener Damm 75 neue Wohnungen in der Südstadt

Schlag auf Schlag entstehen dieser Tage neue Wohnungsbauprojekte in Hannover. Am Dienstag wurde im Bauamt neben dem Rathaus eine Ausstellung mit den Entwürfen für das große Bauprojekt von Gundlach in der Südstadt eröffnet.

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Ausgezeichnet (v. li.): Gundlach-Chef Lorenz Hansen mit Architekt Oliver Platz.

Quelle: Thomas

Südstadt.  Nach Plänen der Rasteder Architekten Gruppe omp entsteht dort auf dem Gelände der Arbeits-Regionaldirektion (ehemaliges Landesarbeitsamt) ein großer Gebäudeblock, der im Inneren einen geräumigen Innenhof bietet, außen die für die Südstadt typische Ziegelsteinarchitektur.

„Der Wohnungsbau bewegt uns sehr“, sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann bei der Präsentation der Entwürfe. Die Architekten – darunter etliche lokale und nationale Büros sowie eines aus Rotterdam – hatten in einem Wettbewerb mit Formen und Konzepten experimentiert. Lichte Glasarchitekturen, aufgelöste Einzelbaukörper und eben großformatige Blockrandbebauungen kamen dabei heraus. Die Jury hatte sich unter den anonymisiert zu bewertenden Entwürfen offenbar einstimmig für den Plan von Gruppe omp ausgesprochen. Lorenz Hansen, Geschäftsführer des Bauunternehmens Gundlach, lobte den Entwurf als „sehr südstädtisch und deshalb vertraut“. In dem Gebäude sollen vor allem familienfreundliche und seniorengerechte Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern entstehen.

Dem Architektenteam um Oliver Platz und Sven Martens ist es gelungen, außer der Ziegelfassade zwei sehr typische Architekturmerkmale in ihren Entwurf zu integrieren. So staffeln sie die oberen Geschosse so geschickt, dass vom Maschsee aus der Eindruck eines Stufengiebels entsteht, wie er typisch für bestimmte Backsteinbauten ist. Zudem schenkten sie dem Innenhof zwei große Zufahrten in Form von Rundbögen, was an die Gründerzeitarchitektur vor allem der Genossenschaftsbauten in norddeutschen Großstädten erinnert. Man habe „mit dem Vorhandenen spielen und zugleich einem zeitgenössischen Bild folgen“ wollen, begründete Architekt Platz den Entwurf.

Über die genauen Preise und einen möglichen Bezugszeitpunkt ist noch nichts bekannt. Gundlach-Geschäftsführer Hansen sagt, dass die Wohnungen überwiegend Eigentumswohnungen sein würden und sich nach den in Hannover derzeit üblichen Preisen richteten. Im Pelikanviertel, wo Gundlach derzeit das Projekt „Vier“ baut, werden Quadratmeter-Kaufpreise zwischen 2800 Euro (Erdgeschoss) und mehr als 5000 Euro (Penthouse) aufgerufen. In der Südstadt allerdings werde es voraussichtlich zehn Prozent der Wohnungen als geförderte Mietwohnungen geben, kündigten Hansen und Bodemann an. Bedingung ist, dass die Stadt kurzfristig ihr Förderprogramm beschließt, das Zuschüsse beim Bau preiswerter Wohnungen vorsieht. Hansen kündigte an, dass Gundlach in diesem Fall die Mietpreise „eher am oberen Ende der Skala“ für geförderten Wohnraum ansiedeln wolle.

Für das junge Büro Gruppe omp ist es bereits der zweite Wettbewerbserfolg in kurzer Zeit und im gleichen Stadtteil. Das Büro hat sich mit seinen Plänen im Wettstreit um die beste Bebauung für die Alte Döhrener Straße ebenfalls durchgesetzt. Dort entstehen für die Firma Immoinvest elf Wohnungen im Geschosswohnungsbau und vier Reihenhäuser.

Viel Neubau – und Abriss

Hannover hat sich mit seinem Wohnungsbauprogramm viel vorgenommen. Um dem sich abzeichnenden Mangel und damit Preisanstieg zu begegnen, treibt die Stadt in großem Stil die Bauleitplanung für neue Wohnhäuser voran. Zugleich wird der Rat voraussichtlich in Kürze sein von Rot-Grün angeregtes Förderprogramm beschließen, das Zuschüsse für den Bau preiswerteren Wohnraums vorsieht. Die Investoren müssen dann beim Vermieten der Wohnungen Obergrenzen einhalten.

In der Südstadt etwa entstehen außer den beiden Wohnbauprojekten am Altenbekener Damm und im nördlichen Teil der Alten Döhrener Straße auch Wohnbauflächen im südlichen Teil der Alten Döhrener Straße (ehemaliges Gärtnereigelände am Engesohder Friedhof) und neben der Feuerwache in der Jordanstraße, wo derzeit ein Gewerbekomplex abgerissen wird. Auch in der List, in Bothfeld und anderen Stadtteilen werden neue Baugebiete vorbereitet. Meist vergehen aber vom Planungsstart bis zur Bezugsfertigkeit mehrere Jahre.

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