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Süd Altkanzler Schröder zieht an die Eilenriede
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Altkanzler Schröder zieht an die Eilenriede
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14:38 01.04.2009
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Der Arbeitsplatz der Handwerker ist gleich um die Ecke, hinter einer Sichtblende aus Sperrholzplatten. Dort, wo bisher noch eine provisorische Klingel angebracht ist, wird demnächst Altkanzler Gerhard Schröder (64) einziehen. Die Umbauarbeiten sind sichtbar in der Endphase, Schröder selbst hat sich schon bei den Anwohnern bekannt gemacht. Ende April oder Anfang Mai soll es nach HAZ-Informationen dann so weit sein mit dem Umzug.

„Er hat einfach bei uns geklingelt“, sagt Nachbar Reinhard Thomas. Schon im vergangenen April, kurz nachdem Schröder das Haus mit den zwei mächtigen Birken davor gekauft hatte, habe er plötzlich mit seiner Frau Doris Schröder-Köpf (45) und den beiden Adoptivkindern vor der Tür gestanden. Der Altkanzler habe freundlich um Einlass gebeten, dann trank man zusammen Kaffee. Schröder kündigte damals auch bereits den geplanten Sichtschutz rund um die Baustelle an. „Er meinte, es sei besser wegen des Baulärms. Aber ich denke mir, dass er auch einfach mal seine Ruhe vor Schaulustigen wollte“, sagt Thomas’ Ehefrau Sigrid. „Wir haben uns sehr gut verstanden“, meint die Seniorin. Nicht zuletzt, weil Schröder der Bitte nachkam, eine Mauer zwischen den Grundstücken zu errichten. „Dann haben wir mehr Ruhe, falls er viel Besuch bekommt“, meint Thomas.

Ruhe und bloß keine Schaulustigen wünschen sich auch die Geschäftsinhaber in der Einkaufszone im nahe gelegenen Stadtteil Waldheim, die fast alle schon die neuen Nachbarn getroffen haben wollen. „Klar, war Schröder hier“, sagt ein Kioskverkäufer. „Er kauft ganz normal seine Zeitungen bei uns – wie Mousse T. oder Spieler von Hannover 96. Für uns sind das ganz normale Menschen.“ Das sieht man auch beim Schreibwarenladen Wandig so. „Schröder war überhaupt nicht von oben herab, sondern ganz entspannt“, meint ein Verkäufer. Im Blumenladen Kimstedt heißt es: „Die Schröders wollen hier in Ruhe leben – und das können sie auch.“

Und einen ehemaligen Bundeskanzler in der Nachbarschaft zu haben, hat natürlich auch entscheidende Vorteile. „Wenn hier einer nachts umherschleicht, kann ich doch eben Schröders Sicherheitsleuten Bescheid sagen“, sagt Nachbar Thomas. Und vielleicht treffe man im Stadtteil ja auch mal einen der vielen prominenten Schröder-Freunde. „Ich würde schon gerne einmal den Putin aus der Nähe sehen“, meint auch ein Mitarbeiter im „Hotel Hubertus“.

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