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Süd Am Südbahnhof sind Bagger am Zug
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Am Südbahnhof sind Bagger am Zug
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13:34 10.11.2011
Mit Kraft: Das Abbruchmaterial auf dem Gelände am Südbahnhof wird direkt am Ort zerschreddert, um Platz zu sparen. Quelle: Steiner
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Südstadt

Wenn der bevorstehende Winter nicht zu lange zu kalt wird, dann dürfte am Südbahnhof bereits Ende nächsten Jahres das lange diskutierte Fachmarktzentrum fertiggestellt sein. Die ehemalige Bahntochter Aurelis hat das Gelände nach jahrelangem Stillstand an die Franzen Group verkauft, und die schafft endlich Fakten. Für gut 20 Millionen Euro entsteht östlich der Straße An der Weide ein Gebäudekomplex mit neuen Einkaufsgelegenheiten. Sobald dorthin der alteingesessene Hagebaumarkt Himmler umgezogen ist, beginnt im Nordteil des Geländes der Bau der sogenannten Planstraße, die die Südstadt von zusätzlichem Verkehr entlasten soll.

Die zuletzt baufälligen Hallen hinter SofaLoft und Sanitär Küster liegen in Trümmern, ein kräftiger Großschredder zermalmt Beton und Asphalt, um sowohl Abtransport als auch die Wiederverwertung der Schuttmaterialien zu gewährleisten. Direkt daneben wird der sogenannte Dichttopfdeckel aus dem Boden genommen. Er hatte jahrzehntelang eines der größten Altlastenprobleme Hannovers abgedeckt: Am Südbahnhof war auf dem von der Chemiefirma Kertess gepachteten Grundstück so intensiv mit gefährlichen Chemikalien gepanscht worden, dass sich noch heute eine riesige Giftblase unter der Südstadt bis fast zur Gartenkirche an der Marienstraße zieht. Eine tiefe Wand umschließt das Grundstück, der Dichttopfdeckel aus Beton hatte zu verhindern, dass von oben Regenwasser nachläuft. Seine Funktion wird künftig von Bauwerken und neuen Flächenabdichtungen übernommen, die jetzt nach Abschluss der Sanierungen auf dem Areal entstehen.

Thomas Ketterer ist der zuständige Projektleiter der Franzen Group. Hunderte Tonnen Schutt hat sein Team entsorgt, zum Teil waren die Materialien asbesthaltig. Für Aufregung hatte zwischendurch ein Fledermausproblem gesorgt – der Abbruch einer Halle musste sofort gestoppt werden. Am Ende stellte sich heraus, dass von der streng geschützten Art nur ein Pärchen und ein Einzeltier in der Halle lebten. Trotzdem durfte das Gebäude nur bei Nacht abgerissen werden, als die Tiere ausgeflogen waren. Für sie sind jetzt sogenannte Fledermaushotels installiert worden.

In etwa drei Wochen soll formell der erste Spatenstich für die Neubauten entstehen. Ende Februar soll laut Bauplan die Tragwerkkonstruktion aufgestellt werden. „Wenn alles klappt, feiern die Geschäfte vor Weihnachten Eröffnung“, sagt Ketterer.

Conrad von Meding

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