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ArchitekturZeit macht Station im TiHo-Hörsaal in Hannover

Skurril in der Anatomie ArchitekturZeit macht Station im TiHo-Hörsaal in Hannover

Wer hinten sitzt, ist besser schwindelfrei. Es gibt zwar nur fünf Reihen im Anatomischen Theater der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) in Hannover – aber die sind steil aufgetürmt. Etwa vier Meter geht es herunter bis zum gefliesten Rund am Boden.

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Kulturfans bestaunen den TiHo-Hörsaal.

Quelle: Martin Steiner

Hannover. Entspanntes Lümmeln lassen die Sechziger-Jahre-Holzklappstühle kaum zu, aufrechtes Sitzen scheint auch angebracht: Hier werden seit 1899 Pferde seziert. Auch heute noch, „an jedem Donnerstag im Wintersemester“, wie Rüdiger Koch, wissenschaftlicher Mitarbeiter der TiHo, sein Auditorium am Donnerstag wissen lässt. Das besteht nicht aus Studenten, sondern aus 140 aufgekratzten Besuchern der ArchitekturZeit. Die Künstlergruppe „Kronen Sieben“ hatte den sonst für die Öffentlichkeit verschlossenen Hörsaal auserkoren für ihr „Anatomisches Theater“ – eine skurrile Revue mit Puppenspielerin Suse Wächter und Zauberer Manuel Muerte, Film- und Wortvorträgen sowie Musik von „Wolfgang Grieger und die High Nees“. Zweieinhalb Stunden lang geht es um Tiere, zumeist Pferde. Zum Finale kommt dann – der Tradition des Raumes geschuldet – auch (Kunst-)Blut zum Einsatz. Dem Publikum gefiel der Mix aus Information, Comedy und Grusel. Zum Ausklang gab es Bratwurst – natürlich vom Ross.

Für Sonntag, 26. Juni, lädt die Architektenkammer Niedersachsen zum Tag der Architektur ein. 133 Gebäude öffnen ihre Türen. Mehr dazu unter www.aknds.de.

Petra Zottl

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