Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Süd Neue Anlaufstelle für Integrationsarbeit
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Neue Anlaufstelle für Integrationsarbeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 13.02.2019
Der Anfang ist gemacht: Hülya Iri, Integrationsmanagerin, im Vereinsbüro. Quelle: Foto: Nele Schröder
Bemerode

Aus dem Yogastudio ist ein Integrationsbüro geworden: Seit Anfang Januar bietet am Jakobskamp 13 d der neue Verein Integrationsarbeit Kronsberg eine öffentliche Anlaufstelle an. Die Mitglieder wollen noch mehr Menschen ermöglichen, sich auf unterschiedliche Weise ins Stadtteilleben einzufinden und einzubringen. Gegründet hat den Verein Hülya Iri, Integrationsmanagerin im Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode.

„Man darf den Blick in den Bezirk nicht vernachlässigen“, sagt Iri. „Zwar gibt es eine Menge ehrenamtliches Engagement, zum Beispiel von den Kronsberg-Nachbarn, allerdings sind mittlerweile auch hauptamtliche Hilfestrukturen nötig.“ Um einen Anfang zu machen, rief sie den Verein ins Leben, mietete und renovierte die Räume des alten Yogastudios und konzipierte Projekte. „Grundsätzlich geht es darum, Integration voranzubringen“, erklärt Iri. „Aber wir wollen auch Projekte anbieten, die sich an alle Bewohner des Stadtteils richten, die Hilfe brauchen. Denn der Bedarf wird wachsen.“

Zu den Angeboten gehören etwa Hausaufgabenhilfe, Schwimmkurse für Geflüchtete oder auch Unterstützung für Frauen, die im Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen. Gerade dies ist Iri besonders wichtig: „Ich möchte dass mehr Frauen die Möglichkeit haben, einen für sie passsenden Beruf und die Familie zu vereinen.“ Sie plant eine Kooperation mit dem Jobcenter und mit der Beauftragten für Chancengleichheit der Stadt Hannover.

Voraussichtlich ab Sommer 2019 soll einer Gruppe von etwa 15 Frauen ermöglicht werden, unterschiedliche Arbeitsmodelle kennenzulernen. Ziel ist es auch, die Motivation der Frauen zu stärken und ihnen Hilfe bei Bewerbungen zu geben. „Bei diesem Projekt ist der Hintergrund der Bewerberinnen unwichtig“, betont Iri. „Ob sie einen Migrationshintergrund haben oder nicht, ist egal. Es geht um die Menschen, nicht um die Herkunft.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Vereins ist die Migrationsberatungsstelle. Immer montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr möchte Iri offene Sprechzeiten anbieten. „Es soll keine Termine geben, sondern wir wollen spontan und kurzfristig auf alle Hilfesuchenden eingehen“, erklärt sie. Neben Integrationsberatung und Einzelfallhilfe für Migranten sollen auch die vielen Facetten von sprachlicher, beruflicher und gesellschaftlicher Integration thematisiert werden.

Die Migrationsberatungsstelle am Jakobskamp 13 d ist unter der Telefonnummer (05 11) 98 24 72 93 zu erreichen.

Von Nele Schröder

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Träger der Villa Kinderzeit hat zum Sommer kündigt. Die Stadt übernimmt allerdings den Betrieb, falls kein neuer Betreiber gefunden wird. Damit bleiben die Kitaplätze den Eltern weiterhin garantiert.

11.02.2019

Hat hier ein hungriger Baggerfahrer aus Versehen den McDrive eingerissen? Nein, die McDonalds-Filiale an der Hildesheimer Straße wird lediglich modernisiert.

05.02.2019

Gymnasiasten der St.-Ursula-Schule in Hannovers Südstadt haben bei einer Planspiel-Börse der Sparkasse abgeräumt: Sie landeten auf dem ersten Platz des Schülerwettbewerbs und erhielten 1000 Euro.

01.02.2019