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Süd Rat beschließt Sanierungen – mit einer Ausnahme
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Rat beschließt Sanierungen – mit einer Ausnahme
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00:17 26.04.2018
Soll nicht saniert werden: Die Sanierung der Forbacher Straße lehnte der Bezirksrat ab.  Quelle: Katrin Kutter
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Kirchrode-Bemerode-Wülferode

 Drei Straßen im Bezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode sollen ab 2019 erneuert werden. Das hat der Bezirksrat in seiner Sitzung im März entschieden. Eine von der Stadtverwaltung im Sonderprogramm für Straßenerneuerung aufgelistete Straße lehnte der Bezirksrat allerdings ab: Die Politiker stimmten einhellig gegen eine Sanierung der Forbacher Straße. Bereits im Februar hatte die Stadt dem Bezirksrat das Programm zur Grunderneuerung im Bestand vorgelegt, die Politiker hatten die Entscheidung allerdings um einen Monat vertagt. Nun fällten sie die Entscheidungen für jede Straße einzeln – die Ergebnisse im Überblick:

Albert-Schweitzer-Hof: Die Verwaltung plant, die Straße Albert-Schweitzer-Hof zwischen der Tiergartenstraße und dem Wendehammer zu erneuern. Die Anliegerstraße soll neuen Asphalt erhalten, zudem werden die Gehwege saniert – ausgenommen sind die Bereiche des Gehwegs, welche die Stadtwerke bereits erneuert hatten. Die Stadt rechnet mit Kosten von rund 360 000 Euro. CDU und FDP stimmten gegen das Vorhaben der Stadt, die rot-rot-grüne Mehrheit dafür. In einem Änderungsantrag fordert die SPD zudem eine barrierefreie Erneuerung mit Leitstreifen und Bodenindikatoren, dieser wurde ebenfalls mehrheitlich beschlossen. 

Kleiner Hillen: Auch bei den geplanten Arbeiten am Kleinen Hillen stimmten SPD, Grüne und Linke für das Programm der Verwaltung und stellten damit die Mehrheit. Dort sieht die Planung vor, den Gehweg zwischen der Wasserkampstraße und der Lange-Hop-Straße in Platten zu befestigen. Kostenpunkt: rund 90 000 Euro.

Rutenbergstraße: Einzig beim Vorhaben an der Rutenbergstraße änderten CDU und FDP ihre Meinung. Beide Fraktionen erklärten, zwar im Grunde gegen die umstrittene Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) zu sein. Da sich allerdings mehrere Anwohner aus der Rutenbergstraße in einer vergangenen Bezirksratssitzung für die Bauarbeiten im Rahmen der Strabs aussprachen, stimmte die CDU für die Planungen der Stadt, ebenso SPD und Linken-Einzelvertreter Maximilian Wahl. Die FDP enthielt sich, während die Grünen gegen die Erneuerung stimmten – mehrere Anwohner hätten sich schriftlich bei der Partei gemeldet und dagegen ausgesprochen. „Wir hätten daher Bauchschmerzen, hier zuzustimmen“, sagte Regine Kramarek von den Grünen. Die Stadt will an der Rutenbergstraße zwischen Am Heisterholze und Bünteweg  für rund 320 000 Euro den Asphalt und die Nebenanlagen erneuern.

Forbacher Straße: Einig waren sich die Fraktionen nur bei der Forbacher Straße, welche die Verwaltung für rund 300 000 Euro teils mit Natursteinpflaster sanieren wollte. Einstimmig lehnte der Bezirksrat dieses Vorhaben ab und stellte darüberhinaus einen interfraktionellen Änderungsantrag. Weder Anwohner noch Bezirksrat könnten eine „Dringlichkeit der von der Verwaltung vorgesehenen Grunderneuerung“ erkennen, heißt es in dem Antrag. Die Forbacher Straße solle daher aus dem Programm gestrichen werden, so die Forderung. Aus den frei werdenden Mitteln solle stattdessen der Geh- und Radweg an der Wülfeler Straße an der Einmündung zur Laatzener Straße saniert werden.

Von Johanna Stein

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