Die Renovierung ist bereits im Gang, neben Reparatur- und Sanierungsarbeiten am Gebäude werden auch die Außenanlagen nach den Plänen eines Landschaftsarchitekten neu gestaltet.
„Wir wollen dieses schöne, aber zuletzt sehr heruntergekommene Gelände wieder attraktiv für die Besucher machen“, sagt Michael Kohl, Projektleiter bei der Firma CBC mit Sitz in der Warmbüchenstraße. Insgesamt knapp 600 000 Euro investiert eine eigens für den Erwerb des Grundstücks mit der historischen Immobilie und dem benachbarten Wohngebäude gegründete Besitzgesellschaft nach Angaben Kohls in das Gastronomieprojekt, das für das Unternehmen CBC ein Novum ist. Die Firma setzt ihr Personal zu großen Teilen in der gehobenen Gastronomie ein, etwa bei Kongressen und Empfängen. In der AWD-Arena ist sie zudem in Zusammenarbeit mit dem Hannover Congress Centrum für die Bewirtung des VIP-Bereichs und einiger Stadionkioske tätig. Doch diese Geschäftsbereiche lägen in den Sommermonaten weitgehend brach, darum habe man ein neues Einsatzgebiet gesucht, sagt Kohl. „Wir haben eine Kartei mit 500 gut ausgebildeten Gastronomiekräften.“ Zudem ist der Turmbiergarten für den 53-Jährigen, der in Linden aufgewachsen ist, aber auch eine Art Liebhaberprojekt. „Die Verkäufer hat überzeugt, dass wir einen Bezug zu dem Objekt und dem Stadtteil haben.“
Die Sanitäranlagen sind bereits saniert, zudem ist neues Mobiliar angeschafft worden. Auch der Ausschankbereich wird bis zur Eröffnung erneuert, und die Gestaltung der Außenanlagen hat begonnen. Der Kiesbelag wird neu aufgeschüttet, später sollen noch feste Wege aus Ziegelsteinen dazukommen. Zudem ist ein kleiner Spielplatz geplant. An der Seite des Biergartens, die an den Hochwasserbehälter der Stadtwerke grenzt, sollen Terrassen aus Naturstein und Holz entstehen, auch neue Bepflanzungen wird es geben. Familienfreundlicher als bisher solle alles werden, sagt Kohl. Ein Betriebsleiter, der sich um das Geschäft vor Ort kümmert, soll Ende des Monats vorgestellt werden. Das Speisenangebot reicht von den Biergarten-Klassikern wie Bratwurst und Steaks über frische Salate bis zu Kaffee und Kuchen.
Im Herbst, nach der Biergartensaison, steht dann noch die Grundsanierung des denkmalgeschützten Turmgebäudes von 1392 an. „Wir sind schließlich keine Pächter, sondern Eigentümer und wollen wirklich etwas für die Immobilie tun“, betont Kohl. Nach der Insolvenz des letzten Pächters Anfang 2010 war der Biergarten im vergangenen Sommer geschlossen geblieben.
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