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Süd Büros werden zu Penthousewohnungen
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Büros werden zu Penthousewohnungen
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02:15 27.06.2015
Von Margret Jans-Lottmann
Im zurückgesetzten Dachgeschoss des Gebäuderiegels an der Hildesheimer Straße sollen rund 30 Wohnungen entstehen. Quelle: Margret Jans-Lottmann
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Südstadt

Noch stehen die Planungen ganz am Anfang. Wenn die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH) ihre Vorstellungen aber verwirklichen kann, wird sie in etwa zwei Jahren auf der großen Parkfläche im Innenhof des Gebäuderiegels Hildesheimer Straße 45-55 rund 50 Mietwohnungen bauen - samt Tiefgarage mit etwa 300 Stellplätzen. Das hat GBH-Geschäftsführer Karsten Klaus dem Stadt-Anzeiger bestätigt. Die meisten Stellplätze in der Tiefgarage sollen den Wohnungsmietern und dort ansässigen Firmen vorbehalten sein, ein Teil wird voraussichtlich frei vermietet. Zunächst einmal aber will das städtische Wohnungsbauunternehmen das zurückgesetzte Dachgeschoss des markanten Kolonnadengebäudes für rund drei Millionen Euro zu etwa 30 Penthousewohnungen umbauen. „Wir schaffen damit Wohnraum, der dringend gebraucht wird“, sagt Klaus.

Vor allem in innenstadtnahen Lagen wie der Südstadt sind Wohnungen begehrt, erschwingliche Mietobjekte aber Mangelware. Im April hatte das städtische Wohnungsbauunternehmen deshalb angekündigt, in den nächsten fünf Jahren in Hannover 1500 dringend benötigte Mietwohnungen bauen zu wollen - 300 pro Jahr. Die Mehrfamilienhäuser sollen vor allem in Baulücken im gesamten Stadtgebiet errichtet werden. Am vergangenen Donnerstag hat die GBH den Kaufvertrag für die 1979 errichtete Gewerbeimmobilie an der Hildesheimer Straße 45-55 mit dem dazugehörigen großen Innenhof unterschrieben. Damit kommt die GBH ihrem Ziel einen Schritt näher.

Im Erdgeschoss hinter den Kolonnaden des Gebäuderiegels sind Geschäfte angesiedelt, darunter ein Fahrradladen, ein Brillengeschäft, ein Friseur, ein Sonnenstudio und ein Lebensmitteldiscounter. Darüber befinden sich Büros. Im zurückgesetzten Staffelgeschoss ganz oben will die GBH nun freiwerdende Büroräume zu Penthousewohnungen umbauen - je nach Größe bis zu 30. „Wir wissen noch nicht genau, wie groß die Wohnungen sein werden“, sagt Klaus. Nachdem der Kaufvertrag nun besiegelt sei, solle ein Architektenbüro den Umbau der Büros zu Wohnungen planen. Die Fassade soll bleiben, wie sie ist.

Sicher ist aber schon jetzt, dass die Mietwohnungen für mittlere und untere Einkommensschichten erschwinglich sein werden. „Die GBH ist ja nicht gerade dafür bekannt, dass sie Spitzenmieten verlangt“, sagt Klaus angesichts der sozialen Ausrichtung des Wohnungsbauunternehmens. Voraussichtlich 2016 werden die Penthousewohnungen bezugsfertig sein.

Eine zusätzliche Bebauung des Innenhofes würde weitere 50 Wohnungen schaffen und die Baulücke zwischen dem Gebäuderiegel an der Hildesheimer Straße, der Wohnanlage „Neue Südstadt“ der Immobiliengesellschaft Meravis an der Schlägerstraße sowie der Krausen- und der Feldstraße schließen. Grundsätzlich sieht der GBH-Geschäftsführer keine Probleme, in dem Innenhof einen Gebäuderiegel oder drei kleinere Wohnhäuser zu bauen. Zunächst aber müsse geprüft werden, ob das Vorhaben auch wirtschaftlich zu realisieren sei, und das Ganze mit dem Bauamt der Stadt abgestimmt werden, sagt Klaus. Ein Teil der Wohnungen soll öffentlich gefördert und somit für eine Kaltmiete von 5,40 Euro pro Quadratmeter zu haben sein. Für die Gestaltung will die GBH einen Architektenwettbewerb ausloben.

Mit einer Bebauung des Innenhofes gingen jedoch insgesamt rund 150 oberirdische und in einer kleinen Tiefgarage gelegenen Parkplätze verloren. Zudem müsste die GBH für ihre dann rund 80 Mietwohnungen Stellplätze schaffen. Deshalb erwägt das Wohnungsbauunternehmen, unter der großen Parkplatzfläche eine große Tiefgarage mit ein bis zwei Etagen zu bauen. „Nach ersten Überlegungen könnten dort rund 300 Stellplätze geschaffen werden“, sagt Klaus und verweist auch in diesem Fall auf die notwendige Wirtschaftlichkeitsprüfung. Tiefgaragenplätze zu bauen, sei teuer, sagt er. Im Hinblick auf die lange Planungs- und Genehmigungsphase sei das Vorhaben nicht vor 2017 zu realisieren.

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