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Debatte um Sicherheit am Bahnübergang
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Bemerode Debatte um Sicherheit am Bahnübergang

Die Lokalpolitiker halten den Stadtbahnübergang an der Emslandstraße in Bemerode für gefährlich. 2012 hat es dort zwei Unfälle gegeben. Die Stadt sieht das jedoch nicht als Anlass, die Stelle besonders zu sichern.

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Im Juli übersah eine Autofahrerin die Ampel am Bahnübergang, ihr Auto wurde von einer Stadtbahn erfasst.

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Bemerode. Die CDU hatte sich in der vergangenen Sitzung des Bezirksrats Kirchrode-Bemerode-Wülferode um die Verkehrssicherheit am Stadtbahnübergang gesorgt und zusätzliche Maßnahmen ins Gespräch gebracht.

„Die Autofahrer, die von der Alten Bemeroder Straße in die Emslandstraße abbiegen, übersehen die zweite Ampel“, sagte Bezirksratsherr Gerhard Schröder-Hohensee (CDU). Rechtsabbieger werden auf dem etwa 30 Meter langen Stück zwischen Einmündung und Bahngleisen mit zwei Ampeln konfrontiert: die erste regelt den Verkehr zwischen Emslandstraße und Alter Bemeroder Straße, die zweite den Verkehr am Stadtbahnübergang.

Die CDU brachte ein gelbes Warnlicht ins Gespräch, das an der ersten Ampel bereits vor der Stadtbahn warnen soll. Die Stadt will davon aber nichts wissen. Die Strecke zwischen den Signalanlagen sei ausreichend lang, sodass „jeder aufmerksame Verkehrsteilnehmer das Rotlicht und das Andreaskreuz erkennen kann“, sagte Bezirksratsbetreuerin Emine Yilmaz. Die beiden Unfälle 2012 sind laut Polizei dadurch entstanden, dass die Autofahrer jeweils die Ampelsignale nicht beachteten. Im Juli war ein 82-Jähriger mit seinem Mercedes auf die Schienen gefahren. Beim Zusammenstoß mit der Stadtbahn wurden er und seine 77 Jahre alte Frau schwer verletzt. Im November hatte eine 35-jährige Fahrerin das Rotlicht übersehen. Eine Stadtbahn erfasste ihren Chrysler auf der Beifahrerseite und schob das Auto gegen einen Masten. Die Frau wurde leicht verletzt.

In den Jahren 2009 bis 2011 gab es nach Angaben der Stadt keine Unfälle in der Emslandstraße. 2004 bis 2008 krachte es dort insgesamt sechsmal. Die Verwaltung kommt daher zu dem Urteil: „Der Stadtbahnübergang ist hinsichtlich des Unfallgeschehens unaufällig.“

Angesichts der zehn Unfälle in acht Jahren wollte CDU-Fraktionschefin Petra Stittgen dieses Urteil so nicht hinnehmen. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Fritz-Joachim Konietzny äußerte Zweifel an der Ungefährlichkeit des Bahnübergangs. Er regte an, die Stelle in Zusammenarbeit mit der Polizei nochmals zu überprüfen. Die letzte Überprüfung erfolgte im März 2002.

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