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Der Grundstein für eine neue Kirche

Mittelfeld Der Grundstein für eine neue Kirche

Die Neuapostolische Kirche investiert mehr als 10 Millionen Euro in einen Kirchen-Wohnkomplex.

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Grundsteinlegung für die Neuapostolische Kirche der Gemeinde "Hannover-Sued".

Quelle: Philipp von Ditfurth

Mittelfeld. Der Grundstein für den rund zehneinhalb Millionen teuren Kirchen- und Wohnkomplex an der Garkenburgstraße/Ecke Thurnitistraße der Neuapostolischen Kirche in Mittelfeld ist gelegt: Kirchenpräsident Wilfried Klingler, Sven Martens vom Architekturbüro gruppeomp aus Oldenburg und Michael Heesch, Leiter des Fachbereichs Planen und Stadtentwicklung, haben am vergangenen Freitag ein Stück Kupferrohr, das traditionsgemäß mit einer Zeitung, Münzen, Bauplänen, einer Urkunde und einer Gemeindezeitung gefüllt wurde, einzementiert. Dies war ein durchaus bemerkenswerter Akt - schließlich soll auf dem Grundstein später einmal der Altar der Kirche stehen.

Im Spätsommer 2015 soll das neue Kirchenzentrum fertig sein. Dort sollen die vier Stadtgemeinden der Neuapostolischen Kirche dann zusammengefasst ein neues Zentrum finden. Die Gemeinden Wülfel, Anderten, Misburg und Mitte werden dann den Bereich „Hannover Süd“ bilden. „Der neue Komplex wird dann auch den Anforderungen der Gemeinde entsprechen“, kündigte Klingler an. Auf dem 5600 Quadratmeter großen Areal entstehen neben dem 3,17 Millionen Euro teuren geistlichen Komplex mit Kirche und Gemeindezentrum auch zwei Wohngebäude mit insgesamt 45 Wohnungen für 6,72 Millionen Euro. Diese Wohnungen werden alten- und behindertengerecht sein. „Unser Wunsch ist es aber, alle Altersgruppen anzusprechen“, sagte der Kirchenpräsident. Angestrebt sei ein „belebter Mix der Bewohnerschaft“. Selbstverständlich könnten diese auch die kirchlichen Einrichtungen wie das Gemeindehaus oder auch die beiden Bibliotheken nutzen. Unter dem gesamten Komplex wird zudem eine Tiefgarage gebaut, die mit 720 000 Euro veranschlagt ist.

Besonders augenfällig wird aber der neue Kirchenbau in seiner schlichten Zurückhaltung sein. Durch einen sogenannten Lichtturm soll das Licht direkt in den Altarraum geleitet werden. Zudem gibt es eine neue Orgel und eine Empore. Das neue Foyer zum Kirchenzentrum soll Treff- und Kommunikationspunkt gleichermaßen werden. Außerdem sind Seminarräume, zwei Bibliotheken oder auch Seminarräume für Kinder angegliedert. „Es wird auch eine Cafeteria mit 80 bis 100 Plätzen geben“, kündigte der Kirchenpräsident an. Dass sowohl der Kirchenkomplex als auch die Wohngebäude zu einer Einheit werden, dazu soll der einheitlich verwendete gelbe Klinker dienen. Zudem werden die Gebäude landschaftsarchitektonisch eingebunden. Ein Kirchengarten soll bereits in diesem Frühling angelegt werden.

Stadtplaner Heesch betonte vor allem die geglückte Verbindung zwischen Kirche und Wohnungen. „Hannover ist in den vergangenen drei Jahren um 10 000 Einwohner gewachsen“, sagte er. Die Stadt benötige dringend Wohnungen.

Mit dem Neubau des Kirchenzentrums will die Neuapostolische Kirche auch dem demografischen Wandel Rechnung tragen. Auch sie hat mit Mitgliederschwund zu kämpfen; ihre alten Gebäude sind zum Teil sanierungsbedürftig, unwirtschaftlich und genügten nicht mehr den Anforderungen einer heutigen Gemeinde. Aus diesem Grund werden auch vier Gemeinden zu einer zusammengefasst.

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