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Der doppelte Ministerpräsident

Südstadt Der doppelte Ministerpräsident

Eine Kunstschule aus der Südstadt fertigt Skulpturen von Politikern. Auch von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der sich sofort wiedererkennt.

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Ministerpräsident Stephan Weil mit Rosa Assaf, die ihn in Ton verewigte.

Südstadt. Ein leuchtend roter Schal, die betonte Brille auf der Nase, die Gesichtszüge lassen erahnen, welcher Landespolitiker dort in Ton verewigt worden ist: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). „Das bin eindeutig ich“, zeigte sich der Kabinettsschef zufrieden mit seinem Ebenbild bei der Übergabe. Zu Beginn der vergangenen Woche endete das Projekt „Parlament in Ton“, an dem sich Kunstschulen aus dem ganzen Bundesland beteiligten - so auch die Jungen und Mädchen der KunstWerk-Schule in der Südstadt. Der künstlerische Nachwuchs war dazu aufgerufen, das gesamte Plenum des Landtages in Ton abzubilden, jede Kunstschule übernahm die Mandatsträger aus ihrem Wahlkreis.

Stolz übergaben einige KunstWerkSchüler die von ihnen gefertigten 40 Zentimeter großen Portraits an die Abgeordneten selbst. Figur für Figur löste sich das Parlament auf tönernen Füßen wieder auf. Jeder Politiker durfte sein Ebenbild mit nach Hause nehmen. Seit Februar war die Ausstellung im Foyer des Landestages zu sehen. „Besonders schwierig war es, die Gesichtszüge darzustellen“, erinnerte sich Rosa Assaf (13) an die Entstehung ihres töneren Stephan Weils. „Ich interessiere mich auch so für Politik - aber durch das Projekt haben wir auch einiges Politisches gelernt“, sagte die Kunstschülerin. „Die persönliche Abgabe war ein schöner Abschluss“. Die sechs Parlamentarier aus der Südstadt entstanden ausschließlich auf Grundlage von Fotos, in anderen Wahlkreisen traten die Politiker in direkten Kontakt mit dem kreativen Nachwuchs.

„Es war vor allem eine künstlerische Herausforderung, Portraits realer Personen sind sehr schwer“, weiß Katrin Mohr, Mitarbeiterin der Kunstschule, aus Erfahrung. Neben den künstlerischen Aspekten habe man sich auch einen Überblick über das landespolitische System verschafft. Die zwölfjährige Inka Penschel nahm sich der Darstellung von Michael Hans Höntsch (SPD) an. Auch ihr Fazit zum Kunstprojekt viel äußerst positiv aus: „Es war eine tolle Erfahrung - besonders die persönliche Übergabe als Abschluss.“

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