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Deutschkurse eröffnen neue Chancen

Mittelfeld Deutschkurse eröffnen neue Chancen

Zehn Jahre nach seiner Gründung ist der Verein Schönes Mittelfeld (SchMitt) kaum noch aus dem Stadtteil wegzudenken. Im Frühjahr 2001 gegründet, sollte er das Projekt „Soziale Stadt“ im Sanierungsgebiet Mittelfeld nachhaltig gestalten.

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Bei einem Tag der offenen Tür sang eine Gruppe aus Russland Volksweisen.

Quelle: Schwarzenberger

Zehn Jahre nach seiner Gründung ist der Verein Schönes Mittelfeld (SchMitt) kaum noch aus dem Stadtteil wegzudenken. Im Frühjahr 2001 gegründet, sollte er das Projekt „Soziale Stadt“ im Sanierungsgebiet Mittelfeld nachhaltig gestalten und nach dessen Auslaufen Ende 2008 die Themen Bildung, Integration und Begegnung weiter verfolgen. Walter Graetsch, seit gut drei Jahren Geschäftsführer von „SchMitt“, ist zufrieden mit der Entwicklung. Es finden regelmäßig Deutschkurse für Teilnehmer mit Migrationshintergrund statt und es gibt Angebote im Bereich Sport sowie Computer. Ab September will der Verein Absolventen der „Deutsch-Einstufungstests-B 1“ – Voraussetzung für das Anrecht auf einen Arbeitsplatz in Deutschland und die deutsche Staatsbürgerschaft – Praxisplätze in verschiedenen Berufsbereichen vermitteln. „Neue Arbeit, neue Heimat“ nennt sich das Projekt. „Wir möchten B1-Absolventen Praxis in der Gastronomie, im Verkauf und in der Pflege ermöglichen“, erklärt Graetsch, der sich 25 Stunden wöchentlich um die Belange des Vereins kümmert.

Dieses Projekt wird ebenso wie die Raummiete in der Karlsruher Straße 2 c von der Stadt finanziert. Die theoretische Begleitung zu den jeweiligen Berufsfeldern übernimmt der Verein „SchMitt“. Weiterhin sind bei der Region Hannover Gelder für einen Fahrradlehrgang beantragt.

Nicht immer konnte der Verein einigermaßen komfortabel in acht Räumen mit insgesamt 400 Quadratmetern Fläche arbeiten. In den ersten Jahren waren die Aktivitäten des Vereins über verschiedene Einrichtungen verstreut, vom Kommunalen Seniorenservice bis zur Gnadenkirche. Anfang 2005 zog „SchMitt“ mit seinem Treffpunkt der Kulturen in die ehemalige Eisdiele am Lehrter Platz. Hier konnten die „Frauen der ersten Stunde“ – die erste Vorsitzende Theresia Stenzel, Quartiersmanagerin Agnes Skowronnek und Alwina Sartorius, die bis heute die Migrantenkurse leitet – die Bildungs- und Integrationsarbeit des Vereins bündeln. Erst Anfang 2008 zog „SchMitt“ in die Karlsruher Straße um.

Mittlerweile laufen vier bis fünf Deutschkurse für etwa 60 Migranten parallel. Kooperationspartner ist die Ländliche Erwachsenenbildung. Ein weiterer Partner ist die Volkshochschule für allgemeine deutsche Sprachkurse ohne B 1-Abschluss. Gut angelaufen ist auch das Selbstlernzentrum in der Karlsruher Straße. Hier gibt es 16 PC-Plätze, an denen Freitagnachmittags Menschen aller Altersklassen unter Anleitung am Computer arbeiten. Auch der Gesundheitstreff, ein Sportangebot der Gemeinwesenarbeit bei „SchMitt“, wird gut angenommen. Relativ neu ist das Schwimmen für türkische Frauen im Bad des Seniorenzentrums Kastanienhof.

Walter Graetsch hofft, dass „SchMitt „seinen Personalbestand nach dem Auslaufen der Beschäftigungsmöglichkeiten für Ein-Euro-Kräfte durch einen neuen Bürgerarbeitsplatz wieder aufstocken kann. 80 Prozent der Kosten für solch eine Stelle übernimmt die Agentur für Arbeit. „Wenn das klappt, möchten wir im Nachbarschaftstreff mehrfach wöchentlich eine Tee- und Kaffeestube öffnen“, erklärt der Geschäftsführer.

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