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Süd Ein Ateliersspaziergang durch den Süden der Stadt
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Ein Ateliersspaziergang durch den Süden der Stadt
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00:19 30.05.2015
Von Margret Jans-Lottmann
Über 40 Künstler öffnen am 31. Mai und 7. Juni ihre Arbeitsräume für Besucher, sieben davon in den südlichen Stadtteilen. Quelle: privat
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Südliche Stadtteile

Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Fotografien, Rauminstallationen und Bildhauerei: Die Bandbreite der Werke, die Künstler beim Atelierspaziergang der Region Hannover an den beiden Sonntagen, 31. Mai und am 7. Juni, zeigen, ist groß. Insgesamt 43 hauptberufliche Künstlerinnen und Künstler öffnen an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr ihre Arbeitsräume für Besucher und beantworten deren Fragen. Sieben dieser Ateliers befinden sich in den südlichen Stadtteilen.

Im Kulturzentrum Eisfabrik in der Südstädter Seilerstraße 15 G laden gleich drei Malerinnen Besucher am 31. Mai in ihr Atelier ein. Sabine Kinast arbeitet seit 2007 als freie Künstlerin mit dem Schwerpunkt Malerei. Die 49-jährige gebürtige Berlinerin stellt in ihren Acrylgemälden zumeist die menschliche Figur in den Mittelpunkt, während die Umgebung abstrakt dargestellt ist. Die 43-jährige Französin Emmanuelle Tanaïs Aupest lebt seit einigen Jahren in Deutschland und ist zum Atelierspaziergang bei Sabine Kinast zu Gast. Der Titel ihrer aktuellen Bilderserie „Schön wie ein Lkw“ geht auf eine französische Redensart zurück - eine augenzwinkernde Bezeichnung für die verborgene Anmut all dessen, was man normalerweise als hässlich empfindet. In den Gemälden von Pepa Salas Vilar sind zumeist collagenartig zusammengestellte wiederkehrende Motive vor einem neutralen Hintergrund zu sehen. Die 1976 im spanischen Úbeda geborenen Künstlerin lebt und arbeitet seit 2014 in Hannover als Doktorandin der Fakultät der Schönen Künste, Universität Granada. Ihr Thema: „Synästhesie und Kunst. Arten des Wahrnehmens, Arten des Schaffens. Das Dritte Auge.“

Christa Shelbaia widmet sich zurzeit dem Thema Künstlerinnen. Ihrem Tafelbild auf flachem, festem Material hat sie als Begleitung Assemblagen, also Collagen mit plastischen Objekten, zur Seite gestellt, die sie etwa aus Spitze, Stickerei und Pelz gefertigt hat. In anderen Arbeiten hat sie die runde Bildform zum Anlass genommen, malerische Erzählungen zu entwickeln. Die 67-jährige Künstlerin öffnet ihr Atelier in der Annenstraße 4, Südstadt, am 31. Mai.

Lichtkunstobjekte sind ein bevorzugtes Thema von Franz Betz. Der 1963 geborene Künstlers ist seit 1997 als Lichtbildhauer tätig. Er erfand das Lichtalphabet „alphabetz“, den Skulpturenbaukasten „f-io“ und die „Lichtbloobs“ - Beispiele für seinen stark konzeptuellen und interdisziplinären Ansatz. Sein neues Atelier „TrafoLab“ in der Nackenbergerstraße 2, Ecke Berckhusenstraße, in Kleefeld öffnet Betz am 7. Juni für Besucher.

Im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Kathrin Uthe steht zumeist die menschliche Figur. Die Arbeitsschwerpunkte der 56-jährigen freischaffenden Künstlerin sind plastische Arbeiten, Zeichnungen und Arbeiten in Mischtechnik. Ihre Arbeitsräume im Dohmeyers Weg 10 in Kleefeld öffnet sie am 7. Juni für Besucher.

Schwarz und bunt - Gunnar Klenke berücksichtigt in seinem Gesamtwerk immer beides, jedoch getrennt in unterschiedlichen Arbeitssträngen. Für jede der beiden Farbgebungen schafft er eine eigene Form. Seine Gemälde leuchten in kräftigen Farben, seine Scherenschnitte zeichnen sich durch klare schwarz-weiße Konturen aus. Klenke lädt Besucher für den 7. Juni in sein Atelier in der alten Bäckerei auf dem Gelände des Stephansstiftes, Kirchröder Straße 44d, in Kleefeld ein.

Anlässlich des Atelierspaziergangs zeigen alle teilnehmenden Künstler auch Werke in einer gemeinsamen Ausstellung unter dem Titel „Sehnsucht“. Sie wird am heutigen Donnerstag um 18.30 Uhr im Regionshaus, Hildesheimer Straße 20, eröffnet. Die Arbeiten sind bis zum 21. August zu den Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 16 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Das Gesamtprogramm für den Atelierspaziergang kann unter Telefon 6 16-2 32 30 bei der Region Hannover angefordert und im Internet heruntergeladen werden.

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