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Ein Garten zum Entdecken

Kirchrode Ein Garten zum Entdecken

Der Umweltverband Janun gestaltet aus verwilderten Kleingartenparzellen in der Kolonie Tiergartenstraße ein Erlebnisgelände.

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Die Hütte ist als Treffpunkt für Besucher gedacht.

Quelle: Christopher Ferner

Hannover. Lange waren sie verlassen und verwahrlost. Doch inzwischen hat sich viel getan auf den fünf Parzellen im östlichen Teil der Kleingartenkolonie Tiergartenstraße in Kirchrode. Auf dem zusammen rund 2400 Quadratmeter großen Grundstück legt der Jugendumweltverband Janun seit dem Frühjahr 2013 einen Abenteuer-Natur-Garten an - voraussichtlich Ende September soll dieser nun eröffnet werden. „Wir wollen besonders Kindern die Möglichkeit geben, dort Pflanzen und Tiere zu erkunden“, sagt der Landschaftsplaner Andreas Tangen, der das Projekt betreut.

Die Idee, den Garten anzulegen, kam Tangen, als er mit Kindern zusammenarbeitete. „Ich habe mit ihnen Apfelsaft gepresst und gemerkt, welch unheimlichen Spaß sie an der Natur haben. Leider bietet unsere Großstadt dafür immer weniger Möglichkeiten“, sagt der Experte. Der Abenteuer-Natur-Garten soll einen Beitrag dazu leisten, dass sich das ändert.

Bevor Janun aktiv wurde, waren die brachliegenden Gartenflächen zwischen Albert-Schweitzer-Hof und Tiergartenstraße ein trostloser Anblick: Müll, wildgewachsenes Gras, die Reste alter Lauben und Gestrüpp beherrschten das Bild. Tangen erinnert sich noch gut an diesen Anblick. Am Anfang, berichtet er, standen große Aufräumarbeiten an. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern und Kräften, die der städtische Fachbereich Soziales organisierte, packte der Landschaftsplaner die Sache an: Die alten Hütten wurden abgerissen, die verwilderten Brombeersträucher entfernt und die wuchernden Hecken zurückgeschnitten. Acht Container wurden dabei voll.

Danach ging es mit den ersten Aufbauarbeiten los. Das von Tangen geleitete Team errichtete eine kleine Gartenhütte, die künftig zum Treffpunkt für Besucher werden soll. Bei schlechtem Wetter soll sie auch als Rückzugsraum dienen, in dem handwerklich gearbeitet wird. Zudem legten die Janun-Helfer gemeinsam mit der Jugendgruppe des Naturschutzverbandes Nabu zwei Teiche an, in denen demnächst Kaulquappen, Frösche und Libellen beobachtet werden können. Zum Gesamtkonzept gehören auch Beete und eine Blumenwiese. Im Abenteuer-Garten sollen aber auch die Besucher selbst aktiv werden. Ideen gibt es viele: Weidenkörbe flechten, Wolle oder Seidentücher mit Pflanzenfarben färben oder Bienenwachskerzen und Öllämpchen selbst herstellen - das werden nur einige der Angebote sein. Auch eigene Vorschläge der Gäste sind willkommen.

Vor der Eröffnung ist noch etliches zu tun. Doch Tangen ist zuversichtlich, dass bis Ende September alles pünktlich fertig wird. Jeder, der möchte, kann den Garten dann nutzen. Vorgesehen ist ein Kostenbeitrag - oder eigene tatkräftige Mitarbeit.

Weitere Informationen zu dem Abenteuer-Natur-Garten gibt es unter www.janun-hannover.de.

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