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FH Hannover ist im Planet M gelandet

Medien, Information, Design FH Hannover ist im Planet M gelandet

Der ehemalige "Planet M" des Bertelsmann-Konzerns bei der Expo 2000 ist jetzt der "Planet MID" der Fachhochschule Hannover. Dort wird künftig die Ausbildung der kreativen Köpfe der Fakultät Medien, Information und Design durchgeführt. Ministerpräsident David McAllister eröffnete das neue Domizil am Dienstag.

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Ministerpräsident McAllister schneidet das rote Band durch.

Quelle: dpa

Hannover. Die Zeiten ändern sich. Als im Jahr 2000 die Welt zu Gast war im Expo-Pavillon Planet M, war David McAllister einfacher CDU-Landtagsabgeordneter. Heute ist er niedersächsischer Ministerpräsident – und in dieser Funktion war er gestern in dem ufoartigen Pavillon auf der Plaza zu Gast. McAllister gab den offiziellen Startschuss für die neuen Zeiten, die in dem ehemaligen Expo-Gebäude des Medienkonzerns Bertelsmann anbrechen werden. Die Fachhochschule Hannover (FHH) ist nun darin zu Hause. Und weil die Studenten und Dozenten, die dort lernen und lehren, alle aus der Fakultät für Medien, Information und Design kommen, heißt der Pavillon fortan folgerichtig Planet MID.

Natürlich erwähnte der Ministerpräsident, dass das Land eine stattliche Summe investiert hat, damit der Pavillon als Hochschulstandort genutzt werden kann. 9,3 Millionen Euro sind in Kauf und Umbau des von vielen als „Bertelsmann-Ei“ bezeichneten Baus geflossen. „Sie haben die einmalige Chance, das Profil Ihrer Hochschule als Medienhochschule zu schärfen und dem Gebäude seine Strahlkraft aus Expo-Zeiten zurückzugeben“, sagte McAllister vor rund 100 Eröffnungsgästen, darunter viele Professoren und FHH-Mitarbeiter.

Der ehemalige "Planet M" des Bertelsmann-Konzerns bei der Expo 2000 ist jetzt der "Planet MID" der Fachhochschule Hannover. Dort wird künftig die Ausbildung der kreativen Köpfe der Fakultät Medien, Information und Design durchgeführt.

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So sieht es auch Rosemarie Kerkow-Weil. „Der Planet MID ist ein Symbol für neue, zukunftsgerichtete Wege, auf die wir alle uns freuen“, erklärte die vom Senat mit großer Mehrheit zur FHH-Präsidentin gewählte Professorin bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt. Bis auf Weiteres muss sie jedoch den Zusatz „mdWdGb“ hinter ihrem Titel führen. Das Kürzel steht für „mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt“: Noch immer verhindert die Klage eines unterlegenen Bewerbers, dass Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (gestern auch unter den Gästen) Kerkow-Weil zur Hochschulchefin ernennen kann.

Zu diesem unerfreulichen Thema wollte sich die Betroffene bei der Feier nicht äußern. Sie kündigte an, dass die Zusammenarbeit mit den Nachbarn auf dem Expo-Gelände – zu denen etwa der Peppermint Pavillon von Mousse T. zählt – weiter verstärkt werde. Ziel sei es, mit Wirtschaftsunternehmen „regionale und überregionale Wissens- und Informationsnetze“ zu knüpfen. Stephan Weil, der als Redner zu Wort kam, wurde von Kerkow-Weil mit den Worten „Herr Oberbürgermeister“ begrüßt. Dass sie mit Hannovers Stadtoberhaupt verheiratet ist, war der mit professioneller Distanz gewählten Anrede nicht zu entnehmen.

Oft erwähnt wurde der Name des bisherigen FHH-Präsidenten Prof. Werner Andres. Schließlich ist es ihm zu verdanken, dass das Planeten-Projekt überhaupt in Angriff genommen wurde. 2005 hatte er die Idee und trat ein Jahr später ans Land heran. Auch in der von Studenten konzipierten Multimediaschau, die im aus Expo-Zeiten bekannten, nun runderneuerten Kinosaal gezeigt wurde, war Andres häufig zu sehen. Der Professor, der jüngst in den Ruhestand gegangen ist, sagte gestern, er begleite die Eröffnungsfeier mit „gemischten Gefühlen“. In der ersten Wahlrunde für den FHH-Chefposten hatte er sich für eine zweite Amtszeit beworben, trat aber von der Kandidatur zurück, weil er sich vom Senat zu wenig unterstützt fühlte.

Juliane Kaune

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