An der Brabeckstraße 16 gibt es derzeit viel zu gucken: Dort baut die hannoversche Unternehmensgruppe Baum die Reste des ehemaligen Kötnerhofs Nummer 25 aus dem 17. Jahrhundert – später als Gaststätte Zum Kronprinzen bekannt geworden – in einen modernen Drogeriemarkt um. Bereits im kommenden Frühjahr wird dort ein Rossmann-Laden einziehen. Nach dem Abriss des alten Tanzsaals, der ehemaligen Scheune, werden derzeit neue Ziegelmauern in den ursprünglichen Dimensionen hochgezogen. Parallel dazu wird das alte Fachwerk des „Kronprinzen“-Hauses saniert und mit Fundamenten für neue Stahlbetonbauteile unterfüttert. Nach Auskunft von Architekt Joachim Röstel von der Firma Baum gibt es bei den Bauarbeiten bislang keine unvorhergesehenen Ereignisse.
Eine konkrete Aussage zum Fertigstellungstermin des Bauvorhabens kann Röstel dennoch kaum machen: „Die Restaurierung des Kronprinzen ist schwierig, und es tauchen im Zuge der Baumaßnahmen immer wieder neue Punkte auf.“ Das Fachwerk werde durch ein Fachunternehmen aufwendig restauriert und in der Folge wieder aufgebaut. Dabei arbeite man die Altbausubstanz so sorgfältig wie nur möglich auf. Gleichzeitig würden im Gebäudeinneren die Fundamente für den gebäudetragenden Stahlbeton erstellt, um den neuen statischen Anforderungen gerecht zu werden.
Während das Fachwerk des früheren Restaurants zurzeit nach allen Seiten durch Balken abgestützt ist, stellt sich der Neuaufbau des ehemaligen Tanzsaals entsprechend dem historischen Vorbild nicht ganz so kompliziert dar. „Der Tanzsaal wird nach Absprache mit dem Denkmalschutz wieder aufgebaut“, erläutert Röstel. Im Moment sieht das noch aus wie ein schlichter Ziegelneubau. Später werden die alten Schmuckziegel um die Fenster herum in die Fassade eingefügt, und das historische Scheunentor wird den Neubau als Haupteingang in den Drogeriemarkt zieren.
Karin Vera Schmidt