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Fusion bei SV Eintracht und VfL Hannover

Südstadt Fusion bei SV Eintracht und VfL Hannover

SV Eintracht und VfL Hannover gehen in der Zukunft einen gemeinsamen Weg. Die Vereine sind sich auch schon einig, wo sich der Sitz des neuen Klubs befinden soll, nämlich in der Südstadt.

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Blick auf den Haupteingang zu den Sportanlagen des SV Eintracht an der Hoppenstedtstraße. Dort sind langfristig Umbauten geplant.

Quelle: Schwarzenberger

Südstadt. In ein paar Wochen wird Hannovers Breitensport um einen großen Klub reicher. Zwei der traditionsreichsten Breitensportvereine fusionieren: der Südstädter Sportverein (SV) Eintracht und der Nordstädter Verein für Leibesübungen (VfL) Hannover. Rund 3800 Mitglieder wird der neue Klub haben; die Vereinszentrale wird die Bezirkssportanlage an der Hildesheimer Straße sein. Für Ende Juni haben beide Vereine jeweils eine außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumt. Einziger Tagesordnungspunkt ist der endgültige Beschluss zur Fusion. „Ich rechne nicht mit einer Ablehnung“, sagte SV-Eintracht-Vorsitzender Rolf Jägersberg.

Nacheinander werden die Mitglieder der beiden Klubs am 25. Juni in der Aula der Elsa-Brändström-Schule in der Südstadt abstimmen. Nur noch bis zum 1. Juli ist die VfL-Geschäftsstelle geöffnet; dann ziehen die Ehrenamtlichen des Nordklubs in den Süden. „VfL Eintracht von 1848 Hannover“, so lautet der neue Vereinsname, sobald die Fusion rechtskräftig ist. Die Jahreszahl verweist auf das Gründungsjahr des Nordstädter Klubs. Natürlich habe es auch Vorbehalte gegen die Fusion unter älteren Sportlern gegeben, sagte Jägersberg.

Vor allem der VfL wird den Wandel am deutlichsten spüren. Er gibt seine Sportanlagen an der Straße Am Moritzwinkel auf. Seinen Erbpachtvertrag mit der Stadt Hannover hat er vorzeitig aufgelöst. Die Stadt zahlt eine Entschädigung in Höhe von 548 000 Euro. Inzwischen verhandelt die Kommune bereits mit dem Land Niedersachsen um einen Weiterverkauf der Sportstätte - die Leibniz Universität hat Interesse daran. „Wir haben einen hohen Bedarf an Rasenplätzen“, sagte Michaela Röhrbein vom Zentrum für Hochschulsport. Der Sport-Campus der Uni stößt an seine Kapazitätsgrenzen. Eine Erweiterung sei dringend nötig, sagte Röhrbein. Praktisch: Das VfL-Gelände liegt in direkter Nachbarschaft zum Campus.

Auch wenn der VfL über 2000 Sportler in die Vereinsehe einbringt - nicht alle werden das traditionelle Eintracht-Gelände zwischen Hildesheimer und Hoppenstedtstraße in Anspruch nehmen. „Die rund 1600 Turner des VfL brauchen Sporthallen“, sagte Jägersberg. Seit Jahren schon setze der VfL auf Schulsporthallen in Hannovers Süden. Auch deshalb sei der Umzug des Klubs selbst für die meisten gar keine so große Hürde. Aber der SV Eintracht muss sich auf einen Mehrbedarf an Freiflächen für Tennis, Leichtathletik oder Faustball einstellen. So denkt der Verein langfristig an einen Ausbau der Bezirkssportanlage. Nach der Fusion soll eine Arbeitsgruppe unter anderem mit Planungen für einen Ersatz für die Gebäude aus dem Jahr 1954 sowie einen vierten Fußballplatz beginnen. Kurzfristig soll aber ein neuer Sportplatz an der Elsa-Brändström-Schule an der Bonner Straße für Abhilfe sorgen.

Die Stadt baut dort für 350 000 Euro unter anderem zwei Rasenspielfelder, einen Beachvolleyballplatz sowie Leichtathletikanlagen. Mit dem Neubau wird auch die 2009 begonnene Rundumsanierung des Gymnasiums abgeschlossen; die Sportfläche kommt auch dem Schulsport zugute. Der neue Verein VfL Eintracht wird einen Nutzungsvertrag mit der Stadt abschließen. Faustballer und einige Jugendmannschaften der Fußballsparte sollen unter anderem neben der „Elsa“ trainieren. Der Verein investiert zudem 85 000 Euro aus seinem Budget für de Bau eines Umkleidetrakts und Sanitäranlagen. Der Bezirksrat Südstadt-Bult stimmte dem Bau der Sportanlage in seiner jüngsten Sitzung einmütig zu. Jägersberg hofft, dass der neue Platz spätestens im Sommer 2014 fertig ist.

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