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Ganztagsbetrieb startet häppchenweise

Bemerode Ganztagsbetrieb startet häppchenweise

Die Grundschule Feldbuschwende leidet unter Platzmangel, Schüler werden zeitweise in Containern auf dem Schulhof unterrichtet. Um die Raumnot zu beheben, will die Stadt das Gebäude für 2,8 Millionen Euro um einen Anbau erweitern. Allerdings muss die Schule sich noch einige Zeit gedulden: Das neue Gebäude wird voraussichtlich erst 2017 fertig sein.

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Die Grundschule an der Feldbuschwende wird in Blickrichtung um einen Anbau erweitert.

Quelle: Christian Link

Bemerode. Bemerode. Für das drängende Raumproblem an der Grundschule Feldbuschwende gibt es nun eine langfristige Lösung: Die Bildungseinrichtung am nördlichen Kronsberg erhält für rund 2,8 Millionen Euro einen Anbau. Zugleich sinkt ab dem kommenden Schuljahr die Zahl der Klassen, die in der Ganztagsschule unterrichtet werden - auch wegen der neuen Grundschule am Kronsberg und der veränderten Schulbezirke. Die Container vor dem Schulgebäude an der Oheriedentrift werden dort dennoch fast zwei weitere Jahre stehenbleiben, denn die Erweiterung der Schule wird laut Stadt erst im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein.

„Wir freuen uns, dass wir endlich den Anbau bekommen“, sagt Schulleiterin Ellen Albrecht. „Wir arbeiten schon jahrelang daran, dass wir in das Ganztagsprogramm der Stadt aufgenommen werden.“ In diesem Sommer ist es soweit, allerdings startet die Grundschule dabei nur mit einem Jahrgang und zunächst ohne eigene Mensa. Die wird erst im zweigeschossigen Anbau hinzugefügt, der ab Anfang 2016 entsteht.

„Ursprünglich hatten wir gehofft, schon im Sommer 2016 mit dem vollem Ganztagsbetrieb anfangen zu können - aber das wird sich wohl verzögern“, sagt Albrecht. Ab Sommer dieses Jahres wird zunächst nur der erste Jahrgang ganztägig betreut, zum Schuljahresbeginn 2016/17 kommt ein zweiter Jahrgang hinzu: die Abc-Schützen, die dann neu eingeschult werden. Erst nach abgeschlossenem Umbau 2017 können alle Klassen am Ganztagsbetrieb teilnehmen. Die zunächst noch fehlenden Aufenthaltsräume werden bis dahin durch die Container vor der Schule ersetzt.

Ob die Raumnot damit endgültig der Vergangenheit angehören wird, hängt allerdings auch von der Schülerzahl ab. Die Grundschule ist und bleibt auf Vierzügigkeit ausgelegt, jedoch gibt es aktuell in drei Jahrgängen jeweils fünf Klassen. „Die Schülerzahlprognose weist für die kommenden Jahre konstante Schülerzahlen auf“, schreibt die Stadt in der Drucksache zum Anbau - Albrecht ist dagegen skeptisch. „Im Augenblick kann man nicht absehen, wie sich die Schülerzahl entwickeln wird“, sagt sie. Der Einzugsbereich sei ein sehr kinderreiches Wohngebiet, und ihre Schule unterrichte auch immer mehr Flüchtlingskinder.

Ab dem kommenden Schuljahr werden zunächst weniger Kinder die Grundschule besuchen. Während die fünf vierten Klassen auf die weiterführenden Schulen wechseln, werden nur vier Klassen neu eingeschult. Das liegt vor allem an der Einrichtung einer neuen zweizügigen Grundschule für den südlichen Kronsberg, die ab Sommer zunächst provisorisch im Schulzentrum Bemerode startet. Im Zuge der Neugründung hat die Stadt die Einzugsbereiche für alle Grundschulen im Stadtbezirk neu geregelt. Die Feldbuschwende musste einen Teil ihres Gebiets an die neue Grundschule abgeben, erhielt aber andere Bereiche von der Grundschule Am Sandberge - sehr zum Unmut zahlreicher Eltern.

„Die Änderung hat uns in diesem Jahr viel Arbeitskraft gekostet, viele Eltern waren unzufrieden“, berichtet Albrecht. Besonders die Eltern, die direkt nahe der Grundschule Am Sandberg wohnen, deren Kinder aber zur Feldbuschwende gehen sollen, hätten sich geärgert. Die beiden Grundschulen mussten daher 25 bis 30 gemeinsame Ausnahmeanträge genehmigen, damit keine unnötig langen Schulwege entstehen. Das Niedersächsische Schulgesetz erlaubt solche Ausnahmen, wenn der Tatbestand der „unzumutbaren Härte“ erfüllt ist. Der ist zwar dehnbar, „aber wenn die Schulleitungen sich einig sind, ist das kein Problem“, sagt Albrecht.

Von Christian Link

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