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Süd Fünf Schulen in Döhren-Wülfel bekommen neue Toiletten
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Fünf Schulen in Döhren-Wülfel bekommen neue Toiletten
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17:41 21.02.2018
Der Fliesenbelag in den Jungentoiletten der Dietrich-Bonhoeffer-Schule ist unzeitgemäß. Quelle: Jan Philipp Eberstein
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Döhren-Wülfel

 Vom neuen Sanierungsprogramm für Schultoiletten werden fünf der sieben in Döhren-Wülfel angesiedelten Schulen profitieren. Als erste Einrichtung, deren Sanitäranlagen voraussichtlich ab Sommer 2018 erneuert werden, steht die Dietrich-Bonhoeffer-Schule auf der Liste von 35 städtischen Objekten ganz oben. Dies sagte Stefan Bär vom Gebäudemanagement in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel. Gegen die unhygienischen Zustände in der Döhrener Realschule hatten Schüler, Eltern, Lehrer und Politiker schon lange protestiert. Nun sollen die Toiletten in Schule und Turnhalle im Hauptgebäude Helmstedter Straße wie auch in der Außenstelle Loccumer Straße grundsaniert werden.

Programm reicht bis 2022

Vom kommunalen 24-Millionen-Euro-Programm, das bis 2022 terminiert ist, werden im Stadtbezirk außerdem folgende Schulen profitieren: die Heinrich-Wilhelm-Olbers-Grundschule (WCs am Pausenhof und in der Turnhalle), die Kardinal-Bertram-Schule (Mädchentoiletten im Erdgeschoss), die Grundschule Loccumer Straße (Hauptgebäude Erdgeschoss) und die Glockseeschule (Erdschoss und 1. Obergeschoss). Zu den baulichen Maßnahmen zählen der Austausch von urindurchsetzten Wänden und Bodenbelägen, der Einbau neuer Trinkwasser- und Abwasserleitungen, der Austausch von Fenstern (um die Lüftungsmöglichkeiten zu verbessern) und die Installation neuer Sanitärobjekte.

Wie Stefan Bär erläuterte, verbaue die Verwaltung kein Urinrinnen mehr, sondern nur noch Einzelurinale. Auch Trockenurinale werden ausgemustert, da sie sich nicht bewährt haben. Wichtig ist der Stadt zudem das Verlegen fugenloser Bodenbeläge; in die Fugen gefliester Flächen war über die Jahre viel Urin eingedrungen.

Stadt will Schüler sensibilisieren

Wie der Verwaltungsexperte erläuterte, will die Stadt im Zusammenwirken mit den Schulen darauf hinwirken, dass die Sanitäreinrichtungen künftig möglichst wenig  „fehlgenutzt“ werden. Die Schüler müssten sensibilisiert werden, pfleglich mit den Toiletten umzugehen. Um die Identifikation mit „ihren“ Klos zu erhöhen und Vandalismus vorzubeugen, hält es die Stadt auch für sinnvoll, dass Schüler die Sanitäranlagen künstlerisch gestalten. „Es gibt aber Einrichtungen“, schränkte Bär ein, „die kein Interesse an solchen Verschönerungen von Schülerhand haben.“

Erstaunlicherweise, so ergänzte der Mann vom Gebäudemanagement, habe man bei der Überprüfung von rund 1000 Schul-Toilettenanlagen gelegentlich 50 Jahre alte WC-Bereiche vorgefunden, wo es keinerlei Geruchsbelästigungen oder Beschädigungen gibt. An anderen Schulen sehe es bereits zehn Jahre nach einer Sanierung schon wieder katastrophal aus. Und es seien auch keinesfalls nur Jungen-Toiletten, in den die Zustände gelegentlich zum Himmel stinken. 

Sitzen oder stehen?

CDU-Bezirksratsfrau Stefanie Matz lobte das Sanierungsprogramm und wies darauf hin, dass die Christdemokraten – auch und vor allem im Rat – schon lange auf grundlegende Verbesserungen bei maroden Schultoiletten gedrungen hätten: „Oppositionsarbeit kann sich also doch lohnen.“ Ihre Fraktionskollegin Gabriele Jakob wollte wissen, ob der Einbau von Urinalen überhaupt noch zeitgemäß sei und ob man Jungen nicht dazu bringen könne, sich zum Urinieren ebenso wie die Mädchen hinzusetzen. „Das ist eine gesellschaftliche Frage, die das Gebäudemanagement nicht zu klären hat“, entgegnete Stefan Bär. 

Keinen grundlegenden Sanierungsbedarf sieht die Stadt in der Grundschule Beuthener Straße und in einigen Gebäudeteilen der Kardinal-Bertram-Schule. An der Grundschule Suthwiesenstraße soll es in näherer Zukunft nur eine verstärkte Grundreinigung geben, auch kleinere Reparaturen sind nicht ausgeschlossen. In ein paar Jahren aber soll diese Döhrener Grundschule von einem Neubau profitieren.

Von Michael Zgoll

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