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In Hannover geht der Streit um den Verkehr weiter

Döhren In Hannover geht der Streit um den Verkehr weiter

Im Konflikt um die Verkehrsberuhigung im südwestlichen Döhren hat CDU-Ratsfrau Gabriele Jakob angekündigt, erneut die Kommunalaufsicht anzurufen. Im Bauausschuss des Rates monierte sie, dass die Ratsmehrheit sich über einen interfraktionellen und einstimmig gefassten Beschluss des Bezirksrats Döhren-Wülfel hinwegsetze.

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Um aus der Abelmannstraße auf die Hildesheimer Straße zu gelangen, braucht man mitunter etwas Geduld. Sobald sich eine Straßenbahn nähert, bleibt die Ampel auf Rot stehen.

Quelle: Martin Steiner

Das sei nicht nur das Gegenteil der verkündeten Linie, die Bezirksräte zu stärken, sondern möglicherweise ein Verstoß gegen die Gemeindeordnung. Thomas Hermann (SPD) erwiderte gelassen, dass bereits der letzte Versuch der Politikerin, in dieser Frage die Kommunalaufsicht anzurufen, „ein Schuss ins Knie“ gewesen sei. „Die Aufsicht hat klar bestätigt, dass der Rat zuständig ist“, sagte Hermann.

Im Kern geht es um eine Verkehrsberuhigung für die Wiehbergstraße, die jahrelang als Parallelstrecke zur Hildesheimer Straße genutzt worden war. Die Stadt hatte mit einigen Anwohnern ein Konzept zur Beruhigung erarbeitet, das faktische eine Sperrung für den Durchgangsverkehr vorsah, gegen das es von Anwohnern der Nachbarstraßen aber massive Proteste gegeben hatte. 900 Unterschriften und monatelange Konflikte waren die Folge. Ein entsprechender Verkehrsversuch musste abgebrochen werden, er soll mindestens 70.000 Euro gekostet haben.

Inzwischen ist Ruhe eingekehrt, statt der Sperrung wird die Wiehbergstraße nur beruhigt, der Bauausschuss stimmte mehrheitlich der weiteren Planung zu. Das Ansinnen der Verwaltung aber, in der Abelmannstraße vielleicht irgendwann eine Rechtsabbiegerspur zur Hildesheimer Straße einzurichten, wo es während des Versuchs zu extremen Staus gekommen war, lehnt der Bezirksrat einstimmig ab. Auch Anwohner sind dagegen, weil ein Baum gefällt werden müsste. Rot-Grün beschloss mit Zustimmung der FDP jedoch im Bauausschuss, dass die Rechtsabbiegespur grundsätzlich zwar denkbar sein soll, vor einem Umbau zunächst aber die Ratsgremien gefragt werden müssen.

Zudem lehnten SPD, Grüne und FDP die Forderung ab, auch für die unübersichtliche Kreuzung von Abelmann-, Wiehberg und Döhrener Brückstraße die konkrete Neuplanung zu beginnen. Stadtbaurat Uwe Bodemann sagte: „Wenn man so eine große Maßnahme vorhat, dann muss man Geld dafür haben.“ Derzeit sei „schlicht kein Geld da für einen Umbau der Kreuzung im Zusammenhang mit diesem Projekt“.

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