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Kanalarbeiten in Kirchrode dauern an

Steiniger Boden sorgt für Verzögerung der Bauarbeiten Kanalarbeiten in Kirchrode dauern an

Die Lange-Feld-Straße in Kirchrode bleibt noch bis zum 9. September für den Durchgangsverkehr gesperrt. Weil der Untergrund härter ist als gedacht, verzögern sich die Kanalarbeiten in der Straße um zwei Monate.

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Die Bagger helfen, das Neubaugebiet "Büntekamp" an die Kanalisation anzuschließen.

Kirchrode. Die Stadtentwässerung schließt dort seit Anfang April das neue Baugebiet „Büntekamp“ zwischen Güterumgehungsbahn und Homburgweg an die Schmutzwasser- und Regenwasserkanalisation an.

Wie Stadt-Pressesprecher Andreas Möser berichtet, sei man bei den Bauarbeiten „in wesentlich höherem Maße als erwartet“ auf Steine gestoßen. Das führe zu Verzögerungen, weil die Abwasserkanäle im sogenannten Microtunneling-Verfahren verlegt werden. Dabei wird nicht der gesamte Kanal freigelegt, sondern nur ein Start- und ein Zielschacht. Die Verbindung zwischen den beiden Schächten wird dann unterirdisch durch das Erdreich gebohrt. Das weiträumige Vorkommen von Steinen im Boden erschwere die Bohrarbeiten jedoch.

Die Gesamtkosten für die Kanalarbeiten seien bisher mit rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt worden. „In welchem Umfang nun Mehrkosten entstehen, lässt sich noch nicht sagen“, erklärt Möser. Eine weitere zeitliche Verlängerung der Straßensperrung über den September hinaus hält der Pressesprecher für unwahrscheinlich. Der neue Zeitplan ermögliche es, auf weitere Unwägbarkeiten zu reagieren. Der Verkehr werde weiterhin über die Umleitungsstrecke Bemeroder Straße – Bünteweg – Lange-Hop-Straße geführt.

Neben den Anwohnern ärgern sich vor allem die Mitarbeiter des Gartencenters in der Lange-Feld-Straße über die Verlängerung der Straßensperrung um weitere zwei Monate. „Wir haben so etwas schon befürchtet, weil es auf der Baustelle nicht vorwärts geht“, sagt Dorothee Dickob-Rosocha vom Gartencenter. Weil die Baustelle den Durchgangsverkehr blockiere, seien in den vergangenen Monaten deutlich weniger Kunden gekommen. Viele Käufer aus der Südstadt und der Bult blieben wegen der umständlichen Umleitung weg. „Das hat uns besonders im Mai und im Juni weh getan, weil die Balkon-Pflanzzeit unsere Hauptumsatzzeit ist“, berichtet die Gartencenter-Mitarbeiterin. Von Kirchrode aus ist das Geschäft weiterhin problemlos zu erreichen, denn die Sperrung der Lange-Feld-Straße beginnt erst westlich der Gärtnerei.

Eine Anwohnerin aus Kirchrode findet die Straßensperrung bis September dennoch „furchtbar“, weil ihr die Umleitung über den Bünteweg – auf dem seit April Tempo 30 gilt – zu lange dauert: „Mein Mann und ich gucken schon jeden Tag, ob die Baustelle endlich abgebaut ist.“ Die Zufahrt zum Gartencenter bereite ihr trotz der staubigen Baustelle aber keine Probleme. „Unsere Stammkunden aus Kirchrode und Anderten bleiben uns glücklicherweise treu“, freut sich auch Dickob-Rosocha.

Christian Link

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