In Yassins Paradies fliegt ein Heißluftballon über die Wiese und das kleine Häuschen. „Von da oben kann man die ganze Welt sehen“, schwärmt der Zwölfjährige. Im Garten Eden von Jemali blühen Sonnenblumen und Beerensträucher, Manuel hat seine bunten Blumen in Erde gebettet. „Die mag ich so gerne“, erzählt der Zwölfjährige, der gerne gärtnert. 80 Dritt- bis Siebtklässler der Christian-Andersen-Schule in Wülfel haben in den vergangenen Woche ihre Vorstellung vom Paradies gemalt. Eines haben die kleinen Kunstwerke gemeinsam: Auf allen strahlt die Sonne.
Das Malprojekt mit den Kindern der Förderschule ist Teil der Aktionen zur „GartenregionHannover“, an der sich die benachbarte Matthäigemeinde bis Oktober beteiligt. Unter dem Motto „Be(e)tstunden soll der Pfarrgarten zu einem Paradiesgarten werden. Die Bilder der Kinder sind von Montag bis Sonntag, 11. bis 17. Mai, jeweils von 15 bis 17 Uhr im Gotteshaus am Matthäikirchweg und zusätzlich im Familiengottesdienst am Sonntag, 17. Mai, um 10 Uhr zu sehen.
Die Religionslehrer der Schule haben die Kinder mit dem Thema vertraut gemacht; gemeinsam mit Pastorin Heike Scheiwe und dem Künstler Rainer Janssen haben die Pädagogen das Malprojekt begleitet. Zum Einsatz kamen Leinwand und Acrylfarbe, die evangelische Landeskirche unterstützt das Projekt mit 2000 Euro. „Die Bilder sind toll, dafür bekommen alle eine Eins“, lobt der Künstler. Für Schulleiter Eckhart Bolte ist die Kooperation mit der Kirche eine Chance zur Öffnung nach außen: „Die Kinder leiden darunter, dass wir wenig Kontakt zu anderen Institutionen bekommen. Dies ist ein erster Schritt, der ihnen gut tut.“
von Sandra Schütte
HAZ.de Anmeldung