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Süd Kindergarten Waldheim plant Neubau
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Kindergarten Waldheim plant Neubau
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09:55 25.08.2011
Bald mit neuem Dach: Die Tage des alten Kitapavillons Am Schafbrinke in Waldheim sind gezählt. Quelle: Schmidt
Waldheim

30 Jahre nach der Eröffnung stehen im Kindergarten Waldheim – dem ältesten privat finanzierten Kindergarten der Stadt – einschneidende Veränderungen an. Seit die Einrichtung Am Schafbrinke 76 im Jahr 2007 auf Ganztagsbetreuung umgestellt wurde, ist die Organisation des Alltags etwas umständlicher geworden – es gibt keinen Essraum. Bevor die 43 Kinder in zwei Etappen zu Mittag essen können, müssen im Mehrzweckraum täglich viele Tische und Stühle auf- und wieder abgebaut werden. Das ist zu schaffen, und doch denkt die Elterninitiative seither über einen Anbau oder Neubau nach. Letzteres würde sich vor allem günstig auf den Energieverbrauch auswirken. Denn der 1972 errichtete Pavillonbau verfügt nicht über gemauerte Wände mit entsprechender Isolierung, sondern wurde in Fertigbauweise errichtet. Die geplante Investionssumme liegt bei etwa einer Million Euro. Derzeit verfügt die Elterninitiative über ungefähr 650 000 Euro in Form von Eigenkapital und möglichen aufgenommenen Krediten.

Das hannoversche Architektenbüro RTW hat bereits einen ersten Entwurf als Diskussionsgrundlage erstellt. Größer soll das neue Gebäude nur hinsichtlich eines Speiseraums werden. Ein weiterer Gruppenraum oder Ähnliches ist nicht vorgesehen, denn der Kindergarten möchte sich von der Anzahl der Kinder her nicht vergrößern. Zwar gibt es eine Warteliste, aber im nahen Umkreis sind jüngst zwei neue Einrichtungen entstanden – die Villa Kinderreich in Waldhausen und die DRK-Kita Windröschen in Seelhorst. Derzeit betreut der Kindergarten Waldheim eine Regelgruppe mit 25 Kindern und eine integrierte Gruppe mit 18 Kindern.

Nach Auskunft von Kindergarten-Sprecherin Kathrin Kälble soll im Falle eines Neubaus allerdings auch das Büro etwas größer werden. Derzeit befindet sich ein Minibüro, das gleichzeitig als Besprechungsraum dient, in Randlage des Pavillons. Auch die sanitären Anlagen für das Personal will die Initiative aufstocken. Sobald ein männlicher Erzieher eingestellt werde, gebe es ein Problem: Es ist nur eine Toilette mit Dusche vorhanden.

Der geplante Neubau erinnert viele Waldheimer Familien an die Anfangszeit, als die Elterninitiative mit großem Engagement das Geld für den Pavillonbau einwarb. Bereits vor 40 Jahren hatte die Initiative deshalb auch den Advents-Wichtelmarkt in der Brandensteinstraße ins Leben gerufen. Es gibt ihn noch immer, und nach wie vor wird dort für den Kindergarten gesammelt, gespendet und gearbeitet – mit verschiedenen Angeboten vom Bücherzelt bis zum Karussellbetrieb.

Auf dem Außengelände des Kindergartens kündigen sich die Veränderungen bereits an. Dort wurden kürzlich im Schatten der großen Bäume, wo sich der Rasen stets schnell wieder in Matsch verwandelt, weiche grüne Platten verlegt, im sonnigen Bereich aber nochmals ein Stück Rollrasen. Dank einer Spende über 2200 Euro des Steakrestaurants Block House konnte zudem ein neues Klettergerüst angeschafft werden. Im neu aufgestellten Bauwagen könnte man wohl nur einen Teil der Kita-Aktivitäten fortführen. Kathrin Kälble kann sich aber gut vorstellen, dass die Kindergartenarbeit während der Bauarbeiten vorübergehend auch in Containern weitergeht. „Zur Not machen wir drei Waldwochen am Stück“, sagt sie lachend. Immerhin soll der Abriss des Fertigbau-Pavillons schnell über die Bühne gehen.

Karin Vera Schmidt

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