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Süd Kinderstadtpläne für junge Ausflügler in Hannover
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Kinderstadtpläne für junge Ausflügler in Hannover
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14:36 09.06.2011
Von Michael Zgoll
So sieht der Kinderstadtplan aus - Die Plätze, an denen Jungen und Mädchen viel geboten wird, fallen sofort ins Auge.
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Wo ist der nächste Bolzplatz? Existiert in der Nachbarschaft ein kleiner Jugendtreff? Wie weit ist es zur nächsten Kindertagesstätte, und gibt es einen Kinderarzt in meinem Quartier? Diese Fragen von Kindern, Jugendlichen und Eltern können die neuen Kinderstadtpläne der Verwaltung auf die Schnelle beantworten. Für jeden der 13 Stadtbezirke gibt es einen Orientierungsplan, auf dem zahlreiche Einrichtungen erfasst sind, die Kinder in ihrer Freizeit interessieren könnten: Skaterplatz oder Rodelbahn, Liegewiese, Minigolfplatz oder zum Spielen freigegebene Schulhöfe. Hinzu kommen grafische Symbole für die Standorte von Schulen und Kitas, von Freizeitheimen, Büchereien und Museen; auch das nächstgelegene Krankenhaus, das zuständige Polizeirevier oder öffentlich zugängliche Toiletten lassen sich auf den Karten entdecken. In den südlichen Stadtteilen gibt es die Pläne für die Bezirke Südstadt-Bult, Döhren-Wülfel, Kirchrode-Bemerode-Wülferode, Misburg-Anderten und Mitte. Damit auch Ziele in den benachbarten Vierteln erfasst sind, gehen die quadratischen Ausschnitte über die Stadtbezirksgrenzen hinaus.

Besonderes Augenmerk hat die Stadt auf die Wege zu den einzelnen Punkten gelegt – wie kommt mein Kind sicher zum Ziel seiner Wahl? Die Karten heben viel befahrene Straßen hervor, weisen auch auf Ampeln, Zebrastreifen und Fußgängerschutzinseln hin. An kniffeligen Ecken warnt ein rotes Auge vor besonders gefährlichen Überwegen; diese Hinweise sind im Zuge der Erarbeitung eines kommunalen Verkehrssicherheitskonzepts entstanden. In der Südstadt beispielsweise findet man solche Warn-Augen am Schnittpunkt von Schläger- und Lutherstraße, auf der Krausenstraße nahe der Hildesheimer Straße oder an der Kreuzung von Elkartallee und Bonner Straße. Auch Bus- und Stadtbahnhaltestellen sind unter der Rubrik „Sicherheit im Verkehr“ eingezeichnet.

Die neuen Stadtpläne wurden mit Beteiligung von jungen Verkehrsteilnehmern erstellt. Grundlage war die wissenschaftlich belegte Erkenntnis, dass in der Freizeit am Nachmittag deutlich mehr Kinderunfälle passieren als auf dem Schulweg. Die Kinderstadtpläne stehen im Internet unter der städtischen Adresse www.gib-mir-acht.de und den Unterpunkten „Verkehrserziehung“ sowie „Kinderstadtpläne“ zum Herunterladen bereit.

In gedruckter Form kommen die Karten mit einer Auflage von 5000 Stück zunächst nur relativ wenigen Mädchen und Jungen zugute. Die ersten Exemplare wurden vor Kurzem während der Woche der Verkehrssicherheit an Schüler verteilt; nach den Sommerferien sollen alle ersten und fünften Klassen der hannoverschen Schulen in den Genuss der Wegweiser kommen. „Wir erwarten nach dem Verteilen in den Klassen noch einige Verbesserungsvorschläge vonseiten der Kinder“, erklärt der städtische Pressesprecher Dennis Dix die geringe Stückzahl. Die Korrekturen wolle die Verwaltung in die zweite Auflage einarbeiten und dann entscheiden, ob es die Kinderstadtpläne in frisch gedruckter Form mit einer höheren Auflage und einer größeren Verbreitung – etwa in Freizeitheimen, Schwimmbädern und Büchereien – geben werde.

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