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Süd Sudetenstraße bald Dreißigerzone?
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Sudetenstraße bald Dreißigerzone?
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17:00 02.12.2018
Achtung, spielende Kinder: Die Sudetenstraße grenzt an Kindergarten und Spielplatz. Quelle: Tim Schaarschmidt
Kirchrode

30 statt 50 Stundenkilometer – so lautet bald das neue Tempolimit in der Sudetenstraße, wenn es nach dem Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode geht. Die Fraktionen stellten gemeinsam einen Antrag für die Einrichtung von Tempo 30. Die Stadtteilpolitiker nahmen diesen in der jüngsten Bezirksratssitzung einstimmig an.

„Über Jahre hinweg gab es immer nur Versuche, das Tempolimit auf 30 festzulegen“, berichtet Grünen-Fraktionsvorsitzende Annette Volland. Sie bedauere, dass diese bis heute ins Leere liefen. Dabei setzten sich Anwohner bereits seit 18 Jahren für eine stärkere Geschwindigkeitsbegrenzung in der Sudetenstraße ein. Ein Brief des Anwohners Achim Grontzki veranlasste den Bezirksrats nun, das Thema wieder auf seine Agenda zu setzen.

Brief bringt Tempo 30 auf Agenda

„Es gab schon sehr viele Unfälle auf der Sudetenstraße. Auch mir ist schon einmal jemand aufs Auto gefahren“, so Grontzki. Auf der Lange-Hop-Straße sei bereits Anfang des Jahres eine Temporeduzierung bewilligt worden – dabei sei die Verkehrssituation dort weitaus sicherer als auf der Sudetenstraße. In seinem Schreiben wollte Grontzki daher erneut auf die Notwendigkeit von Tempo 30 in der Sudetenstraße hinweisen. „Keinen Grund für Tempo 50“ sieht auch FDP-Fraktionsvorsitzender Norman Ranke. Er begrüßt den interfraktionellen Antrag.

Für Tempo 30 spräche laut Bezirksrat besonders die gefährliche Verkehrssituation: Vor allem die sehr breite Fahrbahn lade zu schnellem Fahren auf der Sudetenstraße ein. Außerdem gäbe es trotz der gefährlichen Verkehrssituation keine separaten Radwege.

Besonders kritisch sei, dass die Sudetenstraße oft von Kindern überquert wird, da ein Spielplatz und ein Kindergarten an sie grenzen. Ob der Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Sudetenstraße etwas entgegensteht, entscheidet nun die Stadtverwaltung. Dafür hat sie vier Monate Zeit.

Von Jaqueline Hadasch

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