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Süd „Kleine Gallier“ wollen wachsen
Hannover Aus den Stadtteilen Süd „Kleine Gallier“ wollen wachsen
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16:07 31.07.2013
Noch befindet sich der Kindergarten der „Kleinen Gallier“ in Waldhausen und die Kinderkrippe in Döhren. Quelle: Anastassakis
Döhren

Es war 1996, als zehn deutsch-französische Familien eine Idee hatten: Sie wollten ihren Nachwuchs in einem zweisprachigen Kindergarten betreuen lassen. Aus der Idee entwickelte sich ein Erfolgskonzept: Inzwischen betreibt der Elternverein „Kleine Gallier“ außer einer Kita noch eine Krippe. Das Konzept überzeugte viele Eltern so sehr, dass der Verein sein Angebot bald ausbauen will. Möglichst schon im nächsten Jahr soll auf dem Gelände des Üstra-Betriebshofs an der Peiner Straße ein Neubau eröffnen, in dem insgesamt 80 Kinder betreut werden können. Damit wird das Angebot an Kita- und Krippenplätzen verdoppelt. Für den Neubau in Döhren hat der Verein gut 1,3 Millionen Euro veranschlagt.

Gut 78000 Quadratmeter umfasst der Betriebshof der Üstra. Ein Stück Wiese, im Winkel zwischen Peiner Straße und Holthusenstraße gelegen, liegt seit Jahren brach. Dort gab es einmal ein Lager für Strommasten. „Die Fläche nutzen wir nicht mehr“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek dem Stadt-Anzeiger. Mit den „Kleinen Galliern“ einigte sich das Nahverkehrsunternehmen auf einen Erbpachtvertrag über 50 Jahre. Gut 2500 Quadratmeter bekommt der Elternverein für sein Neubauvorhaben überschrieben. Ein Architektenbüro arbeitet derzeit noch an den Plänen für das Haus.

„Ob es eingeschossig oder zweigeschossig wird - das wissen wir noch nicht“, sagte Projektkoordinator Lars Schulze vom Elternverein. Voraussichtlich im Juni sollen alle architektonischen und finanziellen Details vorliegen, dann wird der Verein endgültig entscheiden. Vorsorglich bereiten die „Gallier“ aber schon einen Bauantrag vor. Das Geld will der Verein unter anderem über Förderzuschüsse vom Land Niedersachsen und der Region Hannover für die zwei zusätzlichen Gruppen zusammenbringen. „Der Rest läuft über eine Finanzierung“, sagte Schulze. Klappt alles, soll noch im Herbst dieses Jahres der erste Spatenstich erfolgen. Im September 2014 würde die Einrichtung dann eröffnen.

Derzeit betreibt der Verein seinen Kindergarten mit 25 Plätzen an der Straße Am Landwehrgraben in Waldhausen. 15Krippenkinder im Alter zwischen 18Monaten und drei Jahren werden in einem Haus Am Uhrturm in Döhren betreut. Die Räume für beide Einrichtungen hat der Verein gemietet; die Mietverträge sollen mit der Neueröffnung an der Peiner Straße auslaufen.

„Die räumliche Trennung von Kita und Krippe ist nicht ideal“, sagte Schulze. Diese hatte sich aus der Entwicklungsgeschichte des Vereins ergeben. Die Kita war das erste Projekt. Die Einrichtung zog 2000 von der Stadtmitte nach Waldhausen. Erst 2006 eröffneten die „Kleinen Gallier“ ihre Krippe in Döhren. Das Konzept ist in beiden Einrichtungen gleich: Die Erzieher sprechen mit den Kindern Französisch. Noch immer kommen die Kleinen auch aus deutsch-französischen Haushalten und wechseln spielerisch im Kita-Alltag zwischen Deutsch und Französisch. Kinder mit frankophonem Hintergrund von Frankreich bis Afrika seien dabei, sagte Schulze. „Aber wir wollen offen für alle Interessierten sein.“ An einem dritten Angebot des Elternvereins ändert sich durch den Neubau nichts: „Die kleinen Gallier“ bieten an der Grundschule Suthwiesenstraße in Döhren seit 2002 eine französischsprachige Nachmittagsbetreuung für gut 25 Schüler an.

Marcel Schwarzenberger

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