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Süd „Kraftwerk schadet Ökosystem“
Hannover Aus den Stadtteilen Süd „Kraftwerk schadet Ökosystem“
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10:42 01.06.2011
Streit um das geplante Wasserkraftwerk: Anwohner befürchten Schäden am Ökosystem und Hochwasser auf der Leineinsel. Quelle: Michael Thomas
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Dabei ging es nicht nur um Folgeschäden für Flora und Fauna, sondern auch um die ganz konkrete Befürchtung, durch den Bau werde die Lebensqualität sinken.

Besonders die Gefahr von Hochwasser treibt die Bewohner auf der Leineinsel um. Anwohnervertreter Wolfgang Scheffler sieht dabei Treibgut, das sich im Rechen der Wasserkraftanlage sammelt, als Hauptursache für Überschwemmungen. Er zeigte Fotos von der derzeitigen Anlage unter dem Brückenhaus, in deren Rechen sich fast täglich auch größere Holzstücke, Äste und Blattwerk verfangen. Regelmäßig müsse die Stadtreinigung den Rechen säubern, um Überflutungen zu verhindern. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Anlage, wie die jetzt geplante ohne einen Kran oder andere Geräte zum Entfernen des Treibguts auskommen kann“, sagte er an den Investor Fritz Eberlein gewandt.

Die Umweltverbände BUND, Nabu und der Fischereiverein befürchten vor allem tief greifende Schäden im Flussboden und damit ein Artensterben von Fischen und anderen Wasserlebewesen, die in diesem Bereich leben, sagte etwa Heinz Pyka vom Fischereiverein.

In der Leinemasch sind in der Vergangenheit immer wieder Wasserkraftwerke geplant worden, die meisten Vorhaben wurden allerdings aufgrund zu hoher Kosten bald wieder eingestellt. Scheffler und andere Anwohner auf der Leineinsel wehren sich vehement gegen den Bau von Wasserkraftanlagen im Leinewehr. Nun haben sie die Projektgruppe „Zum Schutz der Döhrener Leinemasch“ im Heimatbund Niedersachsen gegründet, um geschlossen gegen das aktuelle Bauvorhaben vorgehen zu können. Die Mitglieder fühlten sich unter anderem von Oberbürgermeister Stephan Weil in die Irre geführt, der ihnen vor einigen Jahren zugesichert haben soll, es werde keine Planungen für Wasserkraftanlagen an der Döhrener Wolle mehr geben.

Rainer Konerding als Vertreter der Stadt erklärte dagegen, es gebe keine rechtlichen Vorschriften, die die Errichtung einer kleinen Wasserkraftanlage an dieser Stelle verbieten.

Isabel Christian

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